Blechfertigung der Zukunft

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Quelle: Fraunhofer IPA

Grundlagenforschung zu Industrie 4.0

Die Firma TRUMPF – weltweit führend bei Werkzeugmaschinen für die flexible Blechbearbeitung und bei industriellen Lasern – ist im Sommer 2015 eine fünfjährige strategische Kooperation mit dem Fraunhofer IPA eingegangen. Ziel dieser langfristen Zusammenarbeit ist es, Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung zu Industrie 4.0 in der Blechbearbeitung zu verankern.

Im so genannten »Lab Flexible Blechfertigung« arbeiten Mitarbeiter von TRUMPF und Fraunhofer IPA gemeinsam daran, innovative Lösungen für die Fertigungstechnik der Zukunft zu entwickeln. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf zahlreiche Facetten der Fabrik der Zukunft.

In ersten Startprojekten werden folgende Bereiche bearbeitet:

  • CPS Intralogistik
  • Serviceorientierte Maschine
  • Selbststeuernde Produktion

Über die Laufzeit der Kooperation sollen sich die Inhalte weiterentwickeln, sodass regelmäßig neue Projektthemen hinzukommen.

TRUMPF sieht die Entwicklungen rund um Industrie 4.0 als große Chance und gestaltet deshalb seit Jahren die vernetzte Produktion der Zukunft aktiv mit. Dafür beteiligt sich das Unternehmen an verschiedenen Arbeitskreisen und Projekten, um Erfahrungen, Know-how und Ideen einzubringen. So war TRUMPF beispielsweise seit 2011 Mitglied des von der Bundesregierung initiierten Arbeitskreises Industrie 4.0 und hat hierbei maßgeblich bei der Definition der Smart Factory der Zukunft mitgewirkt. Zudem engagiert sich der Maschinenbauer im Arbeitskreis Smart Service Welt und ist darüber hinaus Partner des CyProS-Projekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Smart Data Innovation Lab und der Allianz Industrie 4.0 BW.

Das Fraunhofer IPA betreibt bereits seit den 1990er-Jahren eine weltweit einzigartige Lernfabrik für wandlungsfähige Produktion, in der nun – im Zeitalter von Industrie 4.0 – verschiedenste cyberphysische Systeme integriert und miteinander vernetzt werden. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und Projektpartnerschaften aus der Wirtschaft werden im so genannten »Applikationszentrum Industrie 4.0« Maschinen, Software und Prozesse integriert und fit für die Zukunft gemacht. Auch die Zusammenarbeit mit TRUMPF passt in dieses Anwendungsmodell und wird von dem bereits aufgebauten Know-how profitieren.