Energiewertstrom

Kennen Sie die Effizienz Ihres Energieeinsatzes? Wie hoch ist ihr Kosteneinsparpotential beim Energieverbrauch? Kennen Sie ihre »Energiefresser«? Wollen Sie Ihre Fabrik energieeffizient gestalten? Möchten Sie einen Beitrag zur Erreichung ökologischer Ziele in der Industrie leisten?

In der Vergangenheit wurde der Bewertung und Optimierung von Energiekosten in der Industrie kaum Beachtung geschenkt. Durch den starken Anstieg der Energiepreise in den letzten Jahren und dem damit verbundenen Wachstum des Energiekostenanteils steigt jedoch das Bewusstsein, dass die Optimierung des Energieeinsatzes einen Beitrag zur Kostensenkung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit leisten kann.

Der am Fraunhofer IPA entwickelte Energiewertstrom-Ansatz ist eine einfache und zielorientierte Methodik zur ganzheitlichen Erfassung, Bewertung und Optimierung des prozessbezogenen Energieverbrauchs. Dieses Vorgehen ist eine Erweiterung des klassischen Wertstromdesigns über die Betrachtung der Material- und Informationsflüsse hinaus auf den Bereich des Energieeinsatzes. Sie erhalten Transparenz über die eingesetzten Energiearten sowie die damit verbundenen Kosten. Ziel ist die Ermittlung und Beseitigung jeglicher Energieverschwendung im Produktionsablauf sowie die Optimierung des Energiemanagements.


Wie funktioniert der Energiewertstrom?

Bei der Energiewertstromanalyse erfolgt im ersten Schritt die überschaubare Darstellung der im Unternehmen auftretenden Energieflüsse. Die am Fraunhofer IPA eingesetzte Lean-Energy-Toolbox biete eine Sammlung mobiler Messgeräte (Strom- und Druckluftmesser), die in Kombination mit dem entsprechenden Erfahrungswissen die Identifikation der wesentlichen Energieverbraucher ermöglichen. Basierend auf den Ergebnissen können im Vergleich zum Stand der Technik Verbesserungspotentiale abgeschätzt werden.

Beim Energiewertstromdesign erfolgt im zweiten Schritt die energetische Neugestaltung des Produktionsablaufes nach acht Gestaltungsrichtlinien. Daraufhin sind Optimierungsmaßnahmen zu treffen, womit eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz erreicht werden kann.


Die Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion mittels Energiewertstromdesign bietet den folgenden Nutzen:

  • Identifikation der wesentlichen Energieverbraucher
  • Schaffung von Transparenz bezüglich des prozessbezogenen Energieverbrauchs
  • Erkennen von Optimierungspotentialen hinsichtlich des Energieeinsatzes
  • Kostenersparnis bei gleichzeitigem Erreichen ökologischer Vorgaben
  • Ableiten von Verbesserungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz
  • Grundlage für die strategische Verankerung des Themas Energie

Referenzprojekt

 

KmU-akut: Mobile Messung von Energieverbräuchen

Das Projekt KmU-aktiv zielte darauf ab, prozessbedingte Energieverbräuche systematisch zu erfassen und Einsparpotenziale festzustellen.