Wertstromdesign

Wie sichern Sie die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens? Haben Sie eine Fabrik, die nicht nur wirtschaftlich produziert, sondern dabei auch Kundenwünsche bedarfsgerecht erfüllt? Haben Sie also eine schnelle und schlanke Fabrik?

Zur Optimierung des Produktionsablaufs ist in den letzten Jahren mit großem Erfolg die Wertstrommethode branchenübergreifend eingesetzt worden. Mit Hilfe der Wertstromanalyse wird der Ist-Zustand einer Produktion systematisch mit allen relevanten Kenngrößen erfasst. Die erarbeitete Wertstromdarstellung dient der übersichtlichen Visualisierung der gesamten Produktion einschließlich Material- und Informationsfluss. So kann Verschwendung sehr deutlich aufgezeigt werden. Am Fraunhofer IPA wurde insbesondere die Aufnahme komplexer Informationsflüsse bei Varianten- und Auftragsfertigern weiterentwickelt.

Beim Wertstromdesign wird ein optimierter Soll-Zustand für eine Produktion zielgerichtet erarbeitet. Dazu dienen die am Fraunhofer IPA entwickelten und in zahlreichen Industrieprojekten bewährten zehn Gestaltungsrichtlinien der Fabrikplanung, die in vorgegebener Reihenfolge systematisch anzuwenden sind. So können Durchlaufzeiten radikal verkürzt und die Produktionssteuerung wesentlich transparenter gestaltet werden.


Die Optimierung des Produktionsablaufes mittels Wertstromdesign bietet den folgenden Nutzen:

  • Transparente Darstellung des kompletten Produktionsablaufes mit Verbesserungspotentialen bei Durchlaufzeit und Kapazitätsangebot
  • Fabrikaudit mit dem Ausweis von Verschwendung
  • Drastische Reduktion der Durchlaufzeit und der Bestände auf dem Shopfloor
  • Synchronisation der Produktionsprozesse
  • Gestaltung einer einfachen Steuerungslogik mit Produktionsglättung und Produktionsmixausgleich
  • Optimierung von Losgrößen nach der EPEI-Logik

 

Neues Produktionskonzept verkürzt Durchlaufzeit um 3 bis 4 Tage bei Saint-Gobain

Durch die Wertstrommethode des Fraunhofer IPA konnte die Lieferzeit bei Saint-Gobain um 3 bis 4 Tage reduziert werden.

 

Werkstrukturplanung mit Erweiterung und Fertigungsoptimierung für Hilti

Aufgrund von Mengensteigerungen wünschte sich Hilti ein neues Fabriklayout. Zusammen mit dem Fraunhofer IPA plante der Konzern eine wertstromorientierte Struktur mit Erweiterungen der Gebäude.

 

Umstellung der Auftragssteuerung halbiert Durchlaufzeit bei Dornbracht

Die Umstellung von einer Push- auf eine Pull-gesteuerte Produktion nach Kundenaufträgen verschlankte die Montage und Produktion bei Dornbracht.

 

Wertstromorientierte Fabrik beschleunigt Durchlaufzeit bei Picard

Die gewachsenen Strukturen in der Produktion von Picard behinderten einen effizienten Matterialfluss und Produktionsablauf. Deshalb beauftragte die Firma das Fraunhofer IPA eine neue Fabrik zu planen.

 

Umstellung auf Fließmontage bewirkt niedrigere Durchlaufzeit bei Krones

Ziel des Projekts bei Krones war die Senkung der Durchlaufzeit einer Standardgarnitur bei zeitlicher Synchronisation unterschiedlicher Baugruppen für eine Krones Abfüllanlage.

 

Auslastungserhöhung bei starken Reihenfolgerestriktionen für Benecke-Kaliko

Mit Unterstützung des Fraunhofer IPA konnte Benecke-Kaliko seinen Anlagennutzungsgrad trotz hoher Rüstaufwendungen erhöhen und somit die gute Auftragslage des Werkes abfangen.