Anodisationsabscheidung

Verfahren zur Anodisation sind weitläufig als Eloxalverfahren bekannt. In einem solchen »umgekehrten« Galvanikprozess − das Bauteil ist als Anode geschalten − wird die Oberfläche mit einer Oxidschicht überzogen. Außer bei Aluminium ist dies noch bei Metallen wie Magnesium und Titan möglich. Bei derartigen Prozessen sind die Schichteigenschaften zwangsläufig nicht nur von den Verfahrensparametern, sondern auch von der Zusammensetzung und Homogenität des Grundmaterials abhängig.

Wir entwickeln Verfahren zur gezielten Einstellung von Eigenschaften wie Porosität, Verschleißbeständigkeit und Farbgebung. Von Seiten der industriellen Umsetzung wird dies verknüpft mit der Anlagenplanung. Auch Verfahren der plasmachemischen Anodisation werden dabei berücksichtigt.

Bedingt durch die hohen benötigten Badspannungen verknüpft mit tiefen Elektrolyttemperaturen ist bei Anodisierverfahren der Energiebedarf ein wichtiges Thema. Im Projekt Ökoxal ist es uns beispielsweise gelungen, den verfahrenstechnisch bedingten Energiebedarf um über 40 Prozent zu senken. Dies gelingt nur, wenn in Projekten interdisziplinäre Kompetenzen aus der Verfahrens- und der Anlagentechnik zusammenfließen.