Kalibrierung von Roboterwerkzeugen und Sensoren

 

 

Um eine gezielte Manipulation mit Industrierobotern durchführen zu können, muss die exakte Lage von Komponenten in der Roboterzelle identifiziert werden. Insbesondere muss die genaue Position von Werkzeugen und Sensoren am Endeffektor des Roboters bekannt sein, um das Werkzeug auf einer definierten Bahn zu bewegen.


Dienstleistungen

Das Fraunhofer IPA kalibriert Ihr spezifisches Roboterwerkzeug und identifiziert damit die relative Lage aller prozessrelevanten Komponenten.

  • Kalibrierung von Sensorik am Roboter: 3D-, 2D- oder 1D-Messsysteme
  • Kalibrierung von Werkzeugen unterschiedlicher Bauweise: Schweißspitze, Fräswerkzeug, Klebevorrichtung, Greifer
  • Konzeption von Kalibriersystemen für Ihre Anwendung
  • Vermessung Ihrer Roboterzelle und Roboterwerkzeuge mit eigenem Messequipment (u. a. Lasertracker, Nikon K600) und Ermittlung genauer Parametersätze für Zell- und Werkzeugkalibrierung

Standardverfahren aus der Robotik sind einfach anwendbar, liefern aber für genaue Anwendungen keine ausreichende Präzision. Verlässlichkeitsprobleme vieler Anlagen resultieren dabei erfahrungsgemäß aus einer ungenauen Kalibrierung der Roboterzelle. Das Fraunhofer IPA ermöglicht Ihnen eine hochgenaue Kalibrierung Ihrer Roboterkomponenten für eine sichere und qualitätssteigernde Prozessausführung.

 
Nutzen

Die hochgenaue Kalibrierung Ihres Roboterwerkzeugs ermöglicht Ihnen die Realisierung von anspruchsvollen roboterbasierten Produktionsprozessen. Durch die Kombination von Sensorik und Werkzeug am Endeffektor bekommt der Roboter Augen und Hände und kann sich so selbständig an seine Umgebung anpassen und auf Änderungen reagieren. Erst wenn die Lage von Sensorik und Werkzeug genau bestimmbar ist, gelingt eine präzise Prozessausführung. Die manuelle Intervention zur Anpassung der Roboterbahn oder die aufwendige Befestigung von Werkstücken in starren Vorrichtungen entfällt und die Produktivität der Anlage steigt. Häufig können Verlässlichkeitsprobleme bestehender Anlagen durch eine genaue Kalibrierung des Endeffektors und der Roboterzelle gelöst werden.


Beispielanwendungen

  • Entgraten
  • Fräsen
  • Qualitätsprüfung
  • Alle hochgenauen und sensorgestützten Roboterprozesse

Ein Beispiel für die Notwendigkeit einer hochgenauen Kalibrierung ist das Verrunden von Bauteilkanten durch einen Roboterfräsprozess. Ein Lasersensor erfasst die Bauteillage und damit die zu verrundende Kante im Submillimeterbereich. Dafür muss der Sensor auf zehntel Millimeter und hundertstel Grad genau in sechs Dimensionen kalibriert sein. Zum anderen muss auch die Lage des Werkzeugs am Roboter genau identifiziert werden, um den anschließenden Fräsprozess mit der geforderten Genauigkeit durchzuführen und das Fräswerkzeug entlang der Bauteilkante bewegen zu können.

 

 

 

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