Energiemärkte werden immer volatiler. Schwankende Preise, der wachsende Anteil erneuerbarer Energien und komplexe regulatorische Rahmenbedingungen machen eine vorausschauende Energiebewirtschaftung zur strategischen Notwendigkeit. Wer seinen zukünftigen Energiebedarf nicht kennt, kauft zu teuer ein, plant ineffizient und riskiert empfindliche Mehrkosten durch unvorhergesehene Lastspitzen.
Hier setzen unsere prädiktiven Lastprognosen an. Auf Basis Ihrer historischen Verbrauchsdaten und externer Einflussfaktoren erstellen wir hochpräzise Prognosen Ihres zukünftigen Energiebedarfs – von der Viertelstunde bis zu mehreren Jahren im Voraus. Wir ersetzen Unsicherheit durch datengestützte Planungssicherheit und geben Ihnen ein mächtiges Werkzeug an die Hand, um Ihre Energiebeschaffung, Produktionsplanung und Ihr Lastmanagement aktiv zu gestalten und zu optimieren.
Während konventionelle Prognosen häufig eine einzelne Kennzahl (Punktprognose) liefern, berücksichtigen moderne Methoden die Unsicherheit und die Hierarchie von Energiesystemen. Hierarchische Strukturen – etwa die Summierung von Geräten zu Anlagen, Anlagen zu Linien und Linien zu Werken – erfordern, dass die Prognose des Gesamtsystems der Summe der Prognosen der Teilsysteme entspricht. Zudem liefern probabilistische Vorhersagen nicht nur einen Erwartungswert, sondern ein Wahrscheinlichkeitsverteilung, die die Bandbreite möglicher Verläufe abbildet.
Eine Standardlösung für Prognosen gibt es nicht. Jedes Unternehmen, jeder Prozess und jeder Standort hat ein einzigartiges Verbrauchsprofil. Deshalb setzen wir auf einen flexiblen, mehrstufigen Ansatz, der die besten Verfahren aus Statistik, Machine Learning und Deep Learning kombiniert, um das optimale Modell für Ihre spezifischen Anforderungen zu entwickeln.
Eine Standardlösung für Prognosen gibt es nicht. Unser flexibler Ansatz kombiniert die besten Verfahren aus Statistik und KI, um das optimale Modell für Ihre spezifischen Anforderungen zu entwickeln.
Am Anfang steht immer Ihr geschäftliches Ziel. Gemeinsam mit Ihnen definieren wir präzise, was die Prognose leisten soll und legen den Grundstein für das gesamte Projekt.
In dieser Phase legen wir das Fundament für die Prognosegüte. Wir identifizieren, sammeln und bereinigen alle relevanten Daten, um dem Modell die bestmögliche Informationsgrundlage zu geben.
Dies ist das technische Herzstück. Hier entwickeln, trainieren und validieren wir das Prognosemodell, das exakt auf Ihre Daten und Ziele zugeschnitten ist.
Eine Prognose entfaltet ihren Wert erst, wenn sie nahtlos in Ihre Prozesse integriert ist und kontinuierlich zuverlässige Ergebnisse liefert.
Unsere Lastprognosen schaffen direkten wirtschaftlichen Mehrwert in zentralen Unternehmensbereichen:
Eine deterministische Prognose gibt Ihnen einen einzelnen Schätzwert. Eine probabilistische Prognose liefert Ihnen zusätzlich einen realistischen Korridor möglicher Werte. Das macht Unsicherheiten sichtbar und ermöglicht ein fundiertes Risikomanagement.
Sie verhindern widersprüchliche Planungen. Indem wir sicherstellen, dass die Prognose des Gesamtwerks exakt der Summe der Einzelprognosen entspricht, arbeiten alle Abteilungen – von der Anlagensteuerung bis zum Einkauf – mit denselben konsistenten Zahlen.
Neben elektrischen Messwerten werden Wetterdaten (Temperatur, Wind, Solarstrahlung), Produktions‑ und Prozessdaten, Markt- und Preisdaten sowie saisonale Einflüsse als exogene Variablen eingebunden. Studien zeigen, dass die Integration solcher exogenen Daten die Prognosegenauigkeit signifikant verbessert.
Fehlende Werte treten häufig aufgrund von Sensorstörungen oder Kommunikationsfehlern auf. Je nach Umfang und Struktur der Lücken kommen statistische Imputationsverfahren (z. B. Interpolation, ARIMA) oder lernbasierte Modelle (z. B. LSTM, GAN) zum Einsatz.
Für Punktprognosen werden MAE (Mean Absolute Error), RMSE (Root Mean Squared Error) und sMAPE (Symmetric Mean Absolute Percentage Error) verwendet. Probabilistische Prognosen werden mithilfe des Pinball Loss und der Erfassungsrate (Coverage) bewertet, die angeben, wie gut die Vorhersageintervalle die tatsächlichen Werte abdecken.