Hybride Fertigung beschreibt die Kombination unterschiedlicher Fertigungsverfahren innerhalb einer Prozesskette. Dabei können die Verfahren entweder direkt inline miteinander verknüpft oder in nachgelagerten Prozessschritten kombiniert werden. Ziel ist es, die jeweiligen Stärken zu vereinen und bestehende Limitierungen zu kompensieren.
Die Additive Fertigung erweitert hybride Prozessketten um die Möglichkeit, komplexe Geometrien und individualisierte Strukturen werkzeuglos herzustellen. So können beispielsweise subtraktive Bearbeitungsschritte wie Fräsen direkt in den Druckprozess integriert werden, um Oberflächen zu glätten oder Passungen zu erzeugen. Ebenso lassen sich Assemblierungsschritte, etwa das Einbringen von Inserts oder Funktionsbauteilen, bereits während des Druckvorgangs realisieren.
Hybride Fertigungsverfahren kombinieren die Gestaltungsfreiheit der Additiven Fertigung mit der Präzision und Effizienz anderer Verfahren. Dadurch entstehen Bauteile, die komplexe Geometrien, hohe Maßgenauigkeit und integrierte Funktionen verbinden. Gleichzeitig ergibt sich ein deutlicher wirtschaftlicher Vorteil, insbesondere bei Kleinserien und Einzelfertigungen. Zentrale Mehrwerte sind:
Um die Potenziale hybrider Fertigung zu erschließen, stehen folgende Forschungsthemen in unserem Fokus:
Ein Beispiel ist die Herstellung mikro-mechatronischer Baugruppen, bei der leitfähige Strukturen und diskrete Komponenten (z. B. SMD-Bauteile) direkt in additiv gefertigte Baugruppen integriert werden.