Hintergrund
Das Fraunhofer IPA und der japanische Maschinenhersteller Sugino arbeiten seit 2021 erfolgreich zusammen. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen die industrielle Verarbeitung von Biopolymeren sowie die Entwicklung und Optimierung von Pasten und Slurries für Beschichtungen, Energiespeicher und andere Funktionsschichten.
Fokus auf Hochleistungs-Dispersionsprozessen: Das Fraunhofer IPA nutzt Hochdruck-Dispergierverfahren von Sugino, um leistungsfähige Dispersionsprozesse für sogenannte »Advanced Materials« (neuartige Materialien) zu entwickeln und zu skalieren. Ziel ist es, neue Materialsysteme schneller und effizienter in die industrielle Anwendung zu bringen.
Gemeinsames Labor in Stuttgart: Dort kommen moderne Sugino-Anlagen, insbesondere Wet-Jet-Milling-Systeme, zum Einsatz. Die Arbeiten erfolgen in den Zentren für Dispergiertechnik und Partikeltechnik mit enger Einbindung der Bereiche Oberflächentechnik und Prozessindustrie.
Von der Entwicklung bis zur Anwendung: Das Fraunhofer IPA bringt umfassendes Wissen aus der Partikelund Dispersionsforschung ein – von der Grundlagenentwicklung bis zur industriellen Umsetzung. Themen wie Sicherheit, Energie- und Ressourceneffizienz stehen dabei im Fokus. Sugino steuert seine industrielle Erfahrung in der Herstellung und Verarbeitung von Beschichtungsmaterialien, Elektronikpasten, Slurries und Biopolymeren bei. Das Fraunhofer IPA unterstützt Sugino bei der Auslegung kompletter Prozesse, einschließlich Materialauswahl, Automatisierungsgrad, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Gemeinsam begleiten die Partner den Weg bis zur industriellen Implementierung.
Nutzen für Industrie und Forschung: Von dieser Kooperation profitieren regionale und europäische Anwender, insbesondere bei der Planung, Zulassung und Zertifizierung neuer Anlagen für Dispersions- und Biopolymerprozesse.
Die Partnerschaft baut ein bestehendes deutsch-japanisches Netzwerk aus, in dem das Fraunhofer IPA und die Forschungseinrichtung AIST Kansai bereits zu Biopolymeren forschen. Mit Sugino wird dieses Netzwerk nun um einen industriellen Maschinenbauer erweitert, der die technologische Umsetzung und Kommerzialisierung stärkt.