Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt. Doch die nächste Entwicklungsstufe industrieller KI geht weit über die bisher primär verbreitete Verarbeitung von Daten hinaus: Sie verbindet digitale Intelligenz mit der physischen Welt. Embodied AI meint Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, aus Erfahrungen lernen und darauf aufbauend eigenständig handeln. Damit geht Embodied AI über den Begriff Physical AI hinaus, der vor allem die physische Interaktion intelligenter Systeme mit ihrer Umwelt beschreibt.
Dies eröffnet Industrieunternehmen einen neuen Weg zu flexibleren, produktiveren und resilienteren Produktionssystemen sowie große Vorteile im globalen Wettbewerb: »Embodied AI ist aus meiner Sicht die größte, und möglicherweise letzte, Chance für den deutschen Maschinenbau, seine Technologieführerschaft zu behaupten und auszubauen«, sagt Prof. Marco Huber. Er ist wissenschaftlicher Direktor am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, hat den KI-Kongress gemeinsam mit Werner Kraus, Forschungsbereichsleiter Automatisierung und Robotik, inhaltlich gestaltet und wird den Kongress mit einer Keynote eröffnen. Wer heute investiere, baue einen Vorsprung auf, der für Nachzügler kaum einholbar sein wird. »Die Frage ist nicht, ob Embodied AI die industrielle Produktion transformiert, sondern wer diese Transformation anführt.«