RoB@t2Cell - Automatisierte Demontage und intelligente Entladung für die Batteriekreislaufwirtschaft

In Kürze

Im Verbundprojekt RoB@t2Cell werden automatisierte Lösungen für die sichere Demontage, Charakterisierung und bedarfsgerechte Entladung von Batteriesystemen entwickelt. Ziel ist es, Batteriezellen je nach Zustand gezielt für Second-Life-Anwendungen, Remanufacturing oder Recycling aufzubereiten und so die Kreislaufwirtschaft in der Batterieindustrie nachhaltig zu stärken.

Im Detail

RoB@t2Cell adressiert eine zentrale Herausforderung der Batteriekreislaufwirtschaft: den sicheren und wirtschaftlichen Umgang mit Hochvoltbatterien am Ende ihrer ersten Nutzungsphase. Statt Batterien grundsätzlich tiefenzuentladen und damit für eine weitere Nutzung unbrauchbar zu machen, entwickelt das Projekt intelligente Prozesse, die eine zustandsabhängige Entscheidung über den weiteren Verwertungsweg ermöglichen.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Automatisierte Demontage: Weiterentwicklung robotergestützter Verfahren zur sicheren Freilegung und Handhabung von Batteriezellen und -modulen.
  • Intelligente Charakterisierung und Entladung: Automatisierte Bewertung des Batteriezustands und bedarfsgerechte Entladung – abgestimmt auf Wiederverwendung, Remanufacturing oder Recycling.
  • Recyclingprozesse: Entwicklung effizienter Demontage- und Zellöffnungsprozesse als Grundlage für innovative, wasserbasierte Recyclingverfahren.
  • Digitalisierung und Prozessbewertung: Einsatz digitaler Methoden zur Charakterisierung, Restlebensdauerprognose sowie Bewertung von Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit.
  • Industrielle Validierung: Erprobung der entwickelten Lösungen in einer Pilotanwendung beim Projektpartner Umicore.

Das Fraunhofer IPA bringt seine Expertise aus dem Zentrum für Digitalisierte Batteriezellproduktion (ZDB) ein. Aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts DeMoBat entwickelt das Institut Lösungen für die automatisierte Demontage, Charakterisierung und nachhaltige Wiederverwendung von Batteriesystemen. Ergänzt wird dies durch Kompetenzen in Digitalisierung, Modellierung, Simulation sowie Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitsbewertungen.

Mit RoB@t2Cell entstehen skalierbare Technologien, die hochwertige Second-Life-Anwendungen ermöglichen, die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe verbessern und die Anforderungen der EU-Batterieverordnung unterstützen.

Fördergeber und Projektform

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Pressemitteilung »RoB@t2Cell«