Ultraeffizienzfabrik – Verlustfreie Produktion im urbanen Umfeld

Ressourcenschonende Produktionstechnologien ohne Emissionen im urbanen Umfeld

Das rasante Weltbevölkerungswachstum, die Endlichkeit von Ressourcen auf unserem Planeten sowie die zunehmende Verstädterung führen zum Zwang, unser aktuelles Handeln und Wirtschaften zu hinterfragen. Nachhaltiges Produzieren erfordert dabei einen Paradigmenwechsel: Wir müssen ein Wirtschaftswachstum erreichen ohne dabei mehr Ressourcen zu verbrauchen, also die Entkopplung von Wachstum und Verbrauch. Dafür ist es erforderlich, dass Prozesse noch effektiver und effizienter werden und diese mit Maßnahmen einer »sanften Produktion« gepaart werden.

Mit dem Projekt Ultraeffizienzfabrik im urbanen Umfeld will Fraunhofer die Produktion nachhaltiger und effizienter machen. Damit der Maschinen- und Anlagenbau Ansätze der »Green Economy« einhalten kann, untersucht das Fraunhofer IPA gemeinsam mit Partnern aktuell verwendete Technologien, bewertet diese und koppelt sie mit nachhaltigen Technologieinnovationen. Das Ziel ist es, Ressourcen bestmöglich zu nutzen – für eine höhere Nachhaltigkeit und gleichzeitig geringere Umweltbelastung.

Was die Utraeffizienzfabrik ausmacht

Das vom Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg geförderte Projekt soll ultraeffiziente Fabriken schaffen. Dabei sollen nicht nur negative Effekte einer Produktion minimiert werden. Vielmehr soll die Fabrik einen positiven Beitrag leisten, indem sie eine Symbiose mit dem urbanen Umfeld eingeht. Das Projekt unterstützt Unternehmen dabei ihre Wertschöpfungsprozesse effektiv und effizient zu gestalten, indem Material, Energie, Personal und Kapital optimal eingesetzt werden. Dadurch werden auch Abfall, Abluft und Abwasser weitestgehend eliminiert. Es existieren bereits Teillösungen auf dem Weg zur Ultraeffizienzfabrik, es fehlt jedoch noch eine ganzheitliche Betrachtungsweise.

Damit Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele strukturiert abgeleitet werden können, erarbeitet das Projektteam eine neue Vorgehensweise. Darin wird zunächst mittels eines Fragenkataloges bestimmt, welche Reife die Prozesse des Unternehmens hinsichtlich der effektiven und effizienten Verwendung von Material, Energie oder Personal aufweisen. Das Ergebnis zeigt Potenzialfelder, zu denen Kriterien und zugehörige Kennzahlen aus einem eigens erstellten Kriterienkatalog ausgewählt werden können. So kann ein Unternehmen seinen aktuellen Stand und die weitere Entwicklung in den entsprechenden Bereichen nachverfolgen. Zum andern ermöglichen die Potenzialfelder die direkte Anknüpfung an bewährte Maßnahmen über eine Sammlung an Best-Practice-Lösungen, welche in einer Datenbank kategorisiert wurden. Ein generisches IT-Tool ermöglicht sodann die Auswahl von Maßnahmen und Methoden unter Berücksichtigung der Kausalbeziehungen zwischen Unternehmen und Umwelt.

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Die Ultraeffizienzfabrik im urbanen Umfeld