Stuttgart im Orbit: Mit IRAS wird Satellitenentwicklung neu gedacht

© Fraunhofer IPA
Renderbild des funktionsintegrierten Sandwich-Demonstrators für die In-Orbit Mission SOURCE

In Kürze

Im Projekt IRAS bringt das Fraunhofer IPA seine Expertise in additiver Fertigung und Automatisierung ein. Thema ist die Entwicklung kostengünstiger Satelliten durch digitale Plattformen und neue Produktionstechnologien. Der Nutzen: schnellere, effizientere und günstigere Raumfahrtsysteme.

Im Detail

Die Raumfahrt steht vor der Herausforderung, immer komplexere Raumfahrtsysteme schneller, kostengünstiger und flexibler bereitzustellen – insbesondere im Bereich der Kleinsatelliten und Satellitenkonstellationen. Im Projekt »IRAS – Integrated Digital Research Platform for Affordable Satellites« bündeln das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Universität Stuttgart, das Fraunhofer IPA und zehn Industriepartner ihre Expertise, um neue Methoden für die effiziente Entwicklung von Satelliten zu schaffen.

Die Lösung: Digitale Entwicklungsplattform und additive Fertigung

Die Lösung von IRAS ist eine durchgängige digitale Entwicklungsplattform, die mit neuartigen Strukturen, additiver Fertigung und integrierten Systemen kombiniert wird. Dies soll ermöglichen, dass Entwicklungszeiten verkürzt, Bauteile multifunktional genutzt und Fertigungsprozesse automatisiert werden.

Ein Forschungsteam des Fraunhofer IPA übernimmt zur Erarbeitung der Lösung zentrale Aufgaben im Bereich Produktions- und Automatisierungstechnologien für die Raumfahrt. Dazu gehören:

  • Entwicklung von Verfahren für die additive Fertigung hybrider Strukturen
  • Erprobung flexibler Montagemethoden
  • Kompetenz bei der Digitalisierung industrieller Prozesse

Mit dieser Expertise trägt das Fraunhofer IPA dazu bei, die Satellitenfertigung effizienter und zukunftsfähig zu gestalten.

Ausblick: Technologiedemonstrator CubeSat SOURCE

Als Technologiedemonstrator dient der CubeSat SOURCE, entwickelt an der Universität Stuttgart. Im Orbit werden neue IRAS-Technologien wie multifunktionale, gedruckte Strukturen sowie innovative Heiz- und Energiesysteme getestet. Das Projekt IRAS leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Satellitenproduktion und stärkt den Raumfahrtstandort Stuttgart.

Einblicke ins Projekt

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Lastgerecht ausgelegte Wabenkernstruktur aus Polyetheretherketon (PEEK) hergestellt im Filament-3D-Druck
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Renderbild eines einfachen, im Inkjet-Verfahren, gedruckten Schwingkreises auf einer Faser-Verbundplatte.
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Mock-Up des Cube-Sats SOURCE mit 3D-gedrucktem funktionsintegrierten Sandwiches in einer Thermal-Vakuum-Kammer (TVAC) für Schwingungsanalyse.

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