Ganzheitliche Produktionssysteme sind in der Industrie etabliert und nicht mehr wegzudenken. Mit der Digitalen Transformation kommen neue Herausforderungen auf die Gestaltenden dieser Produktionssysteme zu.
Unsere Studie »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« zeigt auf, dass diese Herausforderungen beispielsweise den zielgerichteten Einsatz digitaler Technologien, den Rollout von Industrie 4.0-Use Cases und Ansätze für ein systematisches Datenmanagement betreffen.
Mit dem Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« haben wir ein entsprechendes Format für den Austausch zwischen Produktionssystemverantwortlichen zu neuen Ansätzen aus der angewandten Forschung entwickelt, mit 15 Unternehmen in 2021-2022 erfolgreich erprobt und mit 14 Unternehmen in 2023 fortgeführt. Die dritte Runde des Industriearbeitskreises fand von Januar 2025 bis Juli 2025 mit neuen Best-Practice-Unternehmen statt und wurde erfolgreich abgeschlossen.
Werden Sie Teil des Arbeitskreises, um wesentliche Eckpfeiler Ihres Produktionssystems an die Anforderungen der Digitalen Transformation anzupassen.
Das Hauptziel des Industriearbeitskreises ist die Auseinandersetzung mit der Gestaltung zukunftsfähiger Produktionssysteme auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Praxisbeispielen. Im Mittelpunkt stehen zum Beispiel die Ergebnisse der Fraunhofer-Studie »New Lean« zur Weiterentwicklung von Produktionssystemen oder auch die Toolbox »Lean 4.0«, mit der Sie Ihr betriebliches Produktionssystem zeitgemäß managen können – stets mit besonderem Fokus auf die zentrale Rolle der Menschen in Produktionssystemen.
Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme über nebenstehende Kontaktdaten.
Den Kern des Industriearbeitskreises stellen sieben interaktive Workshops in einer thematisch aufeinander abgestimmten Reihe dar. Orientiert an den Gestaltungsrichtlinien für zukunftsfähige Ganzheitliche Produktionssysteme besitzt jeder Workshop seinen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt.
Das Fraunhofer IPA wird im Rahmen der Auftaktveranstaltung einen Ausblick über den Ablauf der Workshopreihe geben. Dazu gehört auch die Vorstellung der Partnerunternehmen und deren fokussierter Themen. Als erster Workshop dient die Auftaktveranstaltung der Erfassung der individuellen Erwartungen der Teilnehmenden an den Arbeitskreis. Der Workshop bietet den Teilnehmenden dadurch die Möglichkeit, Schwerpunkte für die sechs folgenden Workshops mitzugestalten und sich gegenseitig kennenzulernen. Als besonderes Highlight ist ein Impulsvortrag von Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA, geplant.
Der zweite Workshop findet in Kooperation mit der ifm business solutions GmbH in der Smarten Demo Fabrik in Siegen statt und gibt einen praxisnahen Einblick in moderne Produktionsplanung im industriellen Umfeld. Auf Basis realer Anwendungsszenarien wird gezeigt, wie ganzheitliche Produktionsplanung direkt im SAP ERP bzw. S/4HANA umgesetzt werden kann – ohne Schnittstellen, Datenextrakte oder Excel-Nebenwelten. Im Fokus steht der durchgängige Planungsprozess vom operativen Bedarf bis zur Feinplanung auf dem Shopfloor. Zudem wird demonstriert, wie mit FOX (Forecast Optimization & eXecution) erstmals KI-gestützte Verfahren in die Produktionsfeinplanung integriert werden können. Im gemeinsamen Austausch werden Nutzenpotenziale, organisatorische Auswirkungen und die zukünftige Rolle des Produktionsplaners diskutiert.
In diesem Workshop gibt das Fraunhofer IPA Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten zur Gestaltung Produktionssysteme, wie z.B. die Ergebnisse aus der Foresight-Studie KOGNIWERT sowie Erkenntnisse aus dem Analysevorhaben »New Lean«. Vorgestellt werden zentrale Prinzipien, Methoden und technologische Bausteine für die Weiterentwicklung moderner Produktionssysteme. Die Toolbox »Lean 4.0« kann ergänzend als und Einordnungsinstrument mit praktischem Bezug herangezogen werden.
Der Workshop drei findet in Kooperation mit der ARENA2036 in Stuttgart statt. Er gibt Einblicke in das Campusumfeld, in dem Unternehmen, Forschung und Start-ups gemeinsam an praktischen Anwendungen für die industrielle Produktion arbeiten. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Themen wie humanoide Robotik, moderne intralogistische Lösungen sowie industrielle Datenräume und Ansätze rund um das Industrial Metaverse. Anhand von Praxisbeispielen und Demonstratoren aus dem Campusumfeld wird gezeigt, wie diese technologischen Ansätze in realen industriellen Kontexten entwickelt, erprobt und angewendet werden. Ergänzend bietet der Workshop Einblicke in das Start-up-Ökosystem der ARENA2036 sowie Raum für Austausch und Vernetzung.
(Variante 1: Ganztägiger Workshop in der ARENA2036. Variante 2: Halbtägiger Workshop in der ARENA2036 und halbtägiger Workshop am Fraunhofer IPA.)
Der Workshop fünf findet in Kooperation mit ZIEHL-ABEGG in Kupferzell statt und gibt einen Einblick in das digitale Shopfloor Management als Bestandteil des ZIEHL-ABEGG Prozesssystems, dem unternehmensspezifischen Produktionssystem von ZIEHL-ABEGG. Im Rahmen eines Werksrundgangs und ausgewählter Praxisbeispiele werden zentrale Themen zu Leadership Excellence im Produktionsalltag wie z.B. digitale Transparenz am Shopfloor, Abweichungsmanagement oder Prozessbestätigung beleuchtet. Ergänzend wird aufgezeigt, wie diese Elemente im Gesamtzusammenhang des Produktionssystems verortet sind. Abschließend werden die gewonnenen Eindrücke gemeinsam diskutiert und eingeordnet.
Der Workshop sechs findet in Kooperation mit dem Sondermaschinenbauer M10 solar equipment (https://www.m10solar.com/) und dem Fraunhofer-Spinoff plus10 (www.plus10.ai) in Freiburg / Breisgau statt. Die Solarbranche ist aufgrund der sehr teuren monokristallinen Silizium-Wafer als Eingangsmaterial extrem darauf ausgerichtet den Ramp-up-Prozess so kurz wie möglich zu halten.
Der Workshop gibt Einblicke in den realen Einsatz von Simulationstools bzw. der gesamten Toolchain von der virtuellen Inbetriebnahme basierend auf simulierten Bewegungsabläufen und emulierten Maschinensteuerungen bis hin zur Kundenübergabe der Anlage in den Mehrschichtbetrieb. Anhand des digitalen Zwillings werden frühzeitig die SPS-Projekte getestet und optimiert – parallel zur Konstruktion und Aufbau der realen Anlagen. Hierbei werden bereits die Prozessanalyse-mit plus10-Darwin und das situative Vorschlagstools plus10-Shannon® zur Unterstützung verwendet. Im Mittelpunkt stehen Use cases und somit Funktionen wie die SPS-Bottleneckanalyse bis runter in einzelne Schrittkettenpfade und Steps sowie die operative Shopfloor-Assistenz, die situativ Störungen erkennt und Bedienpersonen Handlungsvorschläge basierend auf den Ursachen liefert. Anhand konkreter Anwendungsszenarien zeigt M10 und plus 10, wie diese Ansätze in der Industrialisierungs-Inbetriebnahmephase und später in der Fertigung angewendet und genutzt werden. Ergänzend werden Chancen und Herausforderungen - basierend auf den Learnings der letzten Jahre beim Einsatz von KI-Tools im Produktionsalltag gemeinsam diskutiert
Der Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« wird mit einer Abschlussveranstaltung am Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart abgerundet. In der Abschlussveranstaltung werden die Ergebnisse des Arbeitskreises zusammengefasst und in Form eines Abschlussberichtes übergeben. Darüber hinaus sind für dieses letzte Treffen auch noch inhaltliche Workshopelemente und ein in die Zukunft blickender Impulsvortrag der Institutsleitung vom Fraunhofer IPA vorgesehen. Ergänzend werden ausgewählte innovative Lösungen aus der aktuellen Forschung des Fraunhofer IPA vorgestellt und hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für industrielle Produktionssysteme diskutiert.
9.000 € je Unternehmen, enthält drei Teilnahmetickets pro Termin. Der Ablauf des Arbeitskreises steht unter Vorbehalt inhaltlicher und terminlicher Änderungen.
Der Industriearbeitskreis richtet sich an alle produzierenden Unternehmen, die zur Gestaltung ihrer Prozesse ein Produktionssystem einsetzen oder aktuell an der Etablierung eines Produktionssystems arbeiten. Innerhalb der Unternehmen adressiert der Arbeitskreis die Gestaltenden des Produktionssystems. Sie sind typischerweise im Industrial Engineering, der Operational Excellence oder ausgewiesenen Produktionssystem-Abteilungen organisiert.
Die Gebühr von 9 000 € exkl. MWSt. berechtigt bis zu drei Personen aus Ihrem Unternehmen zur Teilnahme am Arbeitskreis.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IPA übernehmen die Planung, Koordination und wissenschaftliche Begleitung des Industriearbeitskreises. Das Fraunhofer IPA wird in den Workshops inhaltliche Impulse setzen und forschungsseitige Ansätze einbringen.
Die Ergebnisse des Arbeitskreises sollen in sieben interaktiven Workshops generiert werden. Das Team des Fraunhofer IPA sowie die Partnerunternehmen des Arbeitskreises bringen für jeden Termin inhaltliche Impulse ein, die anschließend mit Ihnen diskutiert und vertieft werden.
Eine Teilnahme am laufenden Arbeitskreis ist normalerweise nicht möglich. Wenn Sie den Auftakt verpasst haben, nehmen Sie gerne noch mit uns Kontakt auf. Der Arbeitskreis wird etwa in jährlichem Rhythmus von uns ausgerichtet. Sie können sich jederzeit über das obere Anmeldeformular für die nächste Runde anmelden.
Die Workshops am Fraunhofer IPA sind primär als Präsenzworkshops geplant, werden aber zudem größtenteils in einem Hybridmodus via MS Teams übertragen. Termine bei Partnerfirmen sind üblicherweise reine Präsenzveranstaltungen.
Der Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« hat von 2021-2025 dreimal erfolgreich stattgefunden. 2026 findet die vierte Runde des Arbeitskreises statt. Nach Abschluss dieser Runde ist auch eine fünfte Phase des Arbeitskreises geplant.
Das Einbringen eigener Themen ist möglich und ausdrücklich erwünscht. Zum Auftakt werden Ihre Erwartungen an die Workshopreihe erhoben. Bei der Ausgestaltung der Workshops möchten wir auf Ihre Schwerpunkte eingehen. Kommen Sie gerne auf uns zu und schlagen Sie Ihre individuellen Fragestellungen vor.
Die Ergebnisse jedes Workshops werden für Sie dokumentiert und zur Verfügung gestellt.
Zudem erhalten Sie Einblicke in die angewandte Forschung des Fraunhofer IPA, darunter eine Keynote von Prof. Bauernhansl. Freuen Sie sich zudem auf die Impulse der innovativen Technologieanbieter.
Außerdem werden die Veranstaltungen des Arbeitskreises genügend Raum für den Erfahrungsaustausch mit anderen Expertinnen und Experten bieten, um voneinander zu lernen.