Industrieverbund »Dry-Clean Suitable Materials«
Der Industrieverbund »Dry-Clean Suitable Materials« vereint das Know-how von Industrie und Forschung, um geeignete Werkstoffe für trocken- und reinheitskontrollierte Umgebungen systematisch zu bewerten und auszuwählen. Im Mittelpunkt stehen anspruchsvolle Anwendungen wie die Batterieproduktion und andere qualitätskritische Prozesse.
Ziel und Nutzen
Über rund zwei Jahre entwickeln Industriepartner gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA praxistaugliche Lösungen und Best Practices, die direkt in Entwicklungs- und Produktionsprozesse einfließen. Durch die gemeinsame Datenerhebung entsteht eine fundierte Entscheidungsgrundlage, die Unternehmen bei der sicheren und effizienten Auswahl von geeigneten Werkstoffen unterstützt.
Leistungsangebot an die Industriepartner
Teilnehmende Unternehmen erhalten ein umfassendes Leistungsangebot, das sowohl technische Tiefe als auch strategische Orientierung bietet:
- Bündelung Anforderungen an Werkstoffe für die Verwendung im Trockenraum/Trockenreinraum
- Entwicklung, Adaption und Auswahl geeigneter Bewertungsverfahren, soweit möglich auf Grundlage bestehender Regelwerke und Anpassung unter Trockenbedingungen
- Verifizierung und Erprobung von ausgewählten Testverfahren für Trockenbedingungen
- Erstellung eines individuell nutzbaren/modularen Bewertungssystems als Grundlage für eindeutige Spezifikationen im Kunden-Lieferantenverhältnis
- Benennung/Auflistung von kompatiblen Werkstoffen und Materialien
- Erzeugung einer gemeinsamen Datenbasis, Durchführung von Untersuchungen an Werkstoffen, die für die Verbundteilnehmer jeweils von Interesse sind
- Identifizierung von Handlungsbedarfen für eine kosteneffiziente Produktion
Mögliche Werkstofftests
- Bestimmung Feuchte der Proben
- Zugfestigkeit
- Biegefestigkeit
- Absorption/ Desorption von Feuchtigkeit
- Verschleißverhalten
- Partikelemission von Werkstoffpaarungen
- Vergilbung
- Ausgasungsverhalten
- Chemische Eigenschaften
- Elektrostatische Ableitfähigkeit
- Brandverhalten
- Weitere Kriterien
Veranstaltungsort
Der Industrieverbund findet am Fraunhofer IPA in der Nobelstraße 12, in 70569 Stuttgart statt
Hier stehen moderne Labor- und Versuchsumgebungen zur Verfügung, in denen Werkstoffe, Komponenten und Prozesse unter realitätsnahen Bedingungen untersucht werden können.
Die Nähe zu Industriepartnern, Forschung und Anwendung sorgt dafür, dass die Ergebnisse des Industrieverbunds direkt in die Praxis überführt werden.
So könnte es nach dem Industrieverbund weitergehen
- Erzeugung eines Regelwerks Werkstoffprüfungen für Dry-Clean Bedingungen
- Erzeugung eines Leitfadens Anlagenauslegung für Dry-Clean Bedingungen
- Erzeugung eines Regelwerks Anlagenauslegung für Dry-Clean Bedingungen
- Erzeugung eines Expertenpapiers Anlagenauslegung für Dry-Clean Bedingungen
Sie haben Interesse? Eine Teilnahme ist jederzeit möglich – wenden Sie sich direkt an die zuständige Kontaktperson!
Hier geht's zum Industrieverbund
Industrieverbund Accept-Med
Im Rahmen des neuen Industrieverbunds »Reinheit von Medizinprodukten« arbeiten die betroffenen Beteiligten eng zusammenarbeiten. Das Ziel des Industrieverbunds ist die Erarbeitung einer Strategie zur Ableitung von Akzeptanzkriterien aufgrund medizinischer Aspekte sowie die Ermittlung des fertigungstechnisch herstellbaren Ist-Zustandes.
Der Verbund bietet eine Kommunikations-Plattform und ermöglicht einen fachlichen und offenen Wissensaustausch im Kreis von Medizintechnikproduzenten. Projektstart ist der 21. April 2020.
Das Ergebnis soll eine Handlungshilfe sein, die die Ableitung produktspezifischer Akzeptanzkriterien ermöglicht. Das vereinfacht den Dialog mit den Benannten Stellen, sowie die Diskussion mit Zulieferern und Dienstleistern. Um die Ableitung von Akzeptanzkriterien für produktspezifische Reinheitsanforderungen weiter zu konkretisieren, soll der in der VDI 2083 Blatt 21 beschriebene Ansatz, der den strukturellen Weg nach aktuellem Stand der Technik beschreibt, weiter für partikuläre und chemische Verunreinigungen konkretisiert werden.