Renaissance der Hardware: Schlüsselrolle im Markt
Denn trotz der Fortschritte rund um KI bestimmen Hardwarekomponenten weitgehend die Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit humanoider Roboter. Derzeit fehlen aber standardisierte Hardwarearchitekturen. Zudem erfüllen wichtige Komponenten für diese Roboterart wie Aktuatoren, Getriebe, Batterien und Sensoren die industriellen Anforderungen hinsichtlich Robustheit, Lebensdauer und Kostenstruktur nur teilweise.
Diese Marktlücken verbunden mit den eingangs genannten sehr guten Marktprognosen sind eine große Chance. Ein frühzeitiger Einstieg in die zugrundeliegende Wertschöpfungskette ist dementsprechend relevant für Unternehmen, die im Kontext Automatisierung, Mechatronik und industrielle Fertigung schon lange umfangreiche Kompetenzen haben.
Um das Marktpotenzial genauer einschätzen zu können, hat das Autorenteam die Wertschöpfungskette der humanoiden Roboterhardware für Sensorik, Aktorik sowie Struktur und Energie analysiert und ein Bottom-up-Kostenmodell erstellt. Das Kostenmodell wurde auf drei Szenarien angewandt und ermöglicht einen strukturierten Vergleich von kostengünstigen, mittelpreisigen und hochpreisigen humanoiden Konfigurationen. Es veranschaulicht zudem, wie sich unterschiedliche Hardware-Entscheidungen auf die Gesamtsystemkosten auswirken. Die Analyse hebt Hardwarekomponenten hervor, die die Gesamtausgaben dominieren und die größten Herausforderungen für eine kosteneffiziente Skalierung darstellen, insbesondere für humanoide Systeme, die für den kontinuierlichen industriellen Betrieb vorgesehen sind. Flexible Hände sind aktuell noch das größte Nadelöhr.