Im Forschungsprojekt »KuELa« kombinieren wir physik-basierte Lackiersimulation und Maschinelles Lernen, um Lackierprozesse präziser, schneller und materialeffizienter auszulegen. Der Fokus liegt auf praxisnahen, übertragbaren Lösungen für kleine und mittlere Lackierbetriebe sowie für Anlagenhersteller und Softwareanbieter.
Elektrostatisch unterstützte Spritzlackierung bietet enormes Einsparpotenzial – wird in der Praxis jedoch häufig nicht optimal genutzt. In diesem Projekt kombinieren wir physikalische Simulationen und Maschinelles Lernen, um Lackierprozesse präziser, schneller und materialeffizienter auszulegen. Der Fokus liegt auf praxisnahen, übertragbaren Lösungen für kleine und mittlere Lackierbetriebe ebenso wie für Anlagenhersteller und Softwareanbieter.
Die physik‑basierte Simulation ist heute ein etabliertes Werkzeug zur Entwicklung und Optimierung industrieller Lackierprozesse. In der Praxis kommen dabei häufig komplexe strömungsmechanische Modelle
(z. B. CFD – Computational Fluid Dynamics) zum Einsatz. Doch in der Praxis stoßen klassische Simulationen an Grenzen:
Gerade bei der elektrostatisch unterstützten Spritzlackierung von Kunststoffen führt dies dazu, dass die Elektrostatik entweder gar nicht oder ineffizient eingesetzt wird – obwohl Materialeinsparungen von bis zu 40 % realistisch sind.
In diesem Projekt verbinden wir physik-basierte Modellierung mit modernen KI‑Methoden, um Lackierprozesse neu zu denken.
Das Ergebnis: Simulationen, die schneller rechnen und dennoch realitätsnäher abbilden, was im Lackierprozess tatsächlich passiert.
👉 Warum stoßen klassische CFD-Simulationen an Grenzen?
Klassische CFD‑Simulationen sind sehr detailliert, aber häufig aufwendig, rechenintensiv und wenig geeignet für schnelle Anpassungen im Produktionsalltag. Für beschichtende Betriebe und Anlagenbauer sind deshalb anwendernahe physik‑basierte Lackiersimulationen erforderlich, die mit KI beschleunigt und vereinfacht werden. Die physik‑basierte Lackiersimulation bildet dabei die Grundlage, um den Elektrostatik‑Einsatz realistisch zu bewerten und Prozesse gezielt zu optimieren.
Die optimierten neuronalen Netze dienen nicht nur der Simulation, sondern bilden die Datenbasis für praxisnahe Machine‑Learning‑Tools, zum Beispiel für:
👉 Welche Rolle spielt KI in der Lackiertechnik?
Künstliche Intelligenz verbessert in der Lackiertechnik die Genauigkeit und Geschwindigkeit von Simulationen, optimiert Prozessparameter und unterstützt datenbasierte Entscheidungen in Planung, Produktion und Anlagenentwicklung.
👉 Warum stoßen klassische CFD‑Simulationen an Grenzen?
Klassische CFD‑Simulationen erfordern hohe Rechenzeiten und liefern oft begrenzte Genauigkeit für den Produktionsalltag. Dadurch sind schnelle Prozessanpassungen und eine effiziente Nutzung der Elektrostatik oft nicht möglich.
Der entwickelte Ansatz wird gezielt auf die Spritzlackierung von Kunststoffbauteilen mit Elektrostatik angewandt. Ziel ist ein maximal materialeffizienter, stabiler und reproduzierbarer Prozess.
Mehrwert für die Praxis:
👉 Wie hilft Maschinelles Lernen konkret bei der Prozessoptimierung?
Maschinelles Lernen ermöglicht schnellere und realitätsnähere Prozessbewertungen, reduziert den Simulationsaufwand und bildet die Basis für anwenderfreundliche Tools zur Prozessoptimierung und Entscheidungsunterstützung.
👉 Für wen sind KI‑basierte Simulations‑ und ML‑Tools in der Lackierung geeignet?
Die entwickelten Lösungen richten sich an kleine und mittlere Lackierbetriebe, Anlagenhersteller sowie Softwareanbieter, die Lackverbrauch senken, Prozesse stabilisieren und digitale Zwillinge oder datengetriebene Services entwickeln wollen.
Als anwendungs‑ und transferorientiertes Forschungsinstitut schlagen wir die Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Umsetzung. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Softwareentwicklung entwickeln wir technisch fundierte, wirtschaftlich relevante und direkt in der Praxis einsetzbare Lösungen.
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