RoboShield und CyberProtect – Forschung für rundum sichere Produktionsanlagen

In Kürze

Ein schlüssiges Sicherheitskonzept ist für flexible Produktionsanlagen unabdingbar. Deshalb erstellen die Projektpartner in Roboshield und CyberProtect Entwicklungswerkzeuge und Verifikationsmethoden für alle Aspekte der Anlagensicherheit:

  • Funktionale Sicherheit (»Safety«): Komponenten der Anlage, zum Beispiel Roboter, dürfen niemanden verletzen und müssen Richtlinien-konform sein.
  • IT-Sicherheit (»Security«): Cyberangriffe auf Produktionsanlagen müssen verhindert werden.
  • Datensicherheit (»Privacy«): Datensicherheit für die Beschäftigten in den immer mehr vernetzten und mit Sensoren ausgestatteten Arbeitsumgebungen muss gewährleistet sein.

 

Im Detail

Mit der vierten industriellen Revolution werden Produktionsanlagen immer flexibler. Die Anforderungen aller Aspekte der Sicherheit bleiben aber natürlich bestehen, weshalb die Projekte RoboShield und CyberProtect das Ziel haben, Lösungen für diese Aspekte zu entwickeln und zu implementieren. Besonders unterstützen die Projekte kleine und mittelständische Unternehmen, damit sie bei den aktuellen Anforderungen an die Sicherheit Schritt halten können.

RoboShield befasst sich mit den klassischen, nicht lernenden Automatisierungstechnologien. Um die Sicherheit zu verifizieren, werden Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen eingesetzt. Neue Entwicklungsprozesse für Module, Systeme und Applikationen werden erforscht, die die Sicherheit der resultierenden Produktionsanlage gewährleisten (»Safety by Design«). Ein Methodenbaukasten mit unterschiedlichen Verifikationstechniken soll die Überprüfung von Automatisierungskomponenten von Drittanbietern ermöglichen.

CyberProtect möchte potenzielle Risiken beim Einsatz von komplexen Softwaresystemen wie beispielsweise KI-Anwendungen identifizieren und diese sicherer machen. Zudem entstehen neue Technologien, um das Verhalten von Softwaresystemen sichtbar zu machen und dadurch Aussagen über den Sicherheitszustand zu ermöglichen.

Endergebnis der Projekte sind Entwicklungsprozesse und -werkzeuge sowie zertifizierbare Methoden und Techniken, mit denen die Sicherheit von Modulen, Systemen und Applikationen prüfbar ist. Ebenso wird eine Softwareplattform mit integrierten sicherheitskritischen Schlüsseltechnologien und Sicherheits-Befähigern bereitgestellt. Schließlich soll ein Anwendungs- und Validierungszentrum entstehen, um Anbieter, Sytemintegratoren und Endanwender in Baden-Württemberg zu allen Fragen der Sicherheit zu beraten. Das Zentrum macht durch geeignete Demonstratoren, Schulungen und Dienstleistungen auch die Projektergebnisse zugänglich. Durch Landesmittel geförderte Quick Checks, ein individuelles Beratung, und Pilotanwendungen sind ebenfalls Teil des Technologietransfers.

Projektwebsite RoboShield

Projektwebsite CyberProtect

Projektübersicht

 

RoboShield

Projektlaufzeit  bis 31. Dezember 2019
Projektvolumen 3 Mio. EUR

 

CyberProtect

Projektlaufzeit  bis 31. Oktober 2020
Projektvolumen 2,8 Mio. EUR

Projektpartner

Projektpartner im Projekt RoboShield:

  • Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

 

Projektpartner im Projekt CyberProtect:

  • Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
  • FZI Forschungszentrum Informatik

 

Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau: