RoX: Digitales Ökosystem für KI-basierte Robotik

In Kürze

Das Verbundprojekt RoX, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, entwickelt ein digitales Ökosystem für KI-basierte Roboteranwendungen in Produktion, Logistik und Dienstleistung. Das Fraunhofer IPA bringt umfangreiche Technologieentwicklungen ein, um die Effizienz und Flexibilität robotischer Systeme zu erhöhen. 

Im Detail

Die enge Zusammenarbeit im Konsortium zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht es, praxisrelevante Lösungen zu erarbeiten, die den aktuellen Handlungsbedarf der Industrie adressieren.

 

Zentrale Anwendungsbereiche von RoX:

  • Be- und Entladevorgänge entlang der Logistikkette
  • Kommissionierungsprozesse in unstrukturierten Umgebungen
  • Multifunktionale Robotersysteme in der Produktion
  • KI-basierte Inbetriebnahme von Robotersystemen

Technologieentwicklungen vom Fraunhofer IPA

Das Fraunhofer IPA ist neben der Mitwirkung an der Konsortialleitung an den folgenden Use Cases und Technologieentwicklungen beteiligt, die im Kontext des gemeinsamen Datenraums und Ökosystems stehen:

  • Flexible Greiflösungen: Sie ermöglichen das roboterbasierte Handling einer Vielzahl von Objekten zum Beispiel in Intralogistik, Produktion, Montage, Pharmaindustrie und Laboren. KI-Technologien minimieren den Einrichtungsaufwand, und Roboter können lernfähig gemacht werden, sodass Bewegungsabläufe und Greiftechniken nicht mehr umfassend programmiert werden müssen.Konkret entstehen ein Handhabungsroboter für Dosierprozesse von Flüssigkeiten und Feststoffen im Laborkontext und Anwendungen rund um das Kitting (Montagevorkommissionierung), die gemischte Palettierung sowie das Bin Packing.
  • Physikalische Simulationen für Bin Picking: Die physikalischen Simulationen ermöglichen die virtuelle Analyse, Ermittlung von KPI, Designoptimierung und virtuelle Inbetriebnahme von Vereinzelungslösungen für chaotisch angeordnete Bauteile und beschleunigen damit die Inbetriebnahme realer Anwendungen erheblich. Sie helfen auch bei der Bewertung von Greifpaaren und automatischen Griffdefinitionen beim Handhaben und Reinigen von Produktionselementen in der Pharmabranche.
  • Multifunktionale Schweißzelle: In dieser können kompakte Roboter, auch Cobots genannt, große Bauteile auf mobilen Basen schweißen.
  • Roboterbasierte Intralogistikprozesse: Diese konzentrieren sich auf das Be- und Entladen von LKW mithilfe autonomer mobiler Roboter und Stapler sowie auf den Außentransport innerhalb von Werksgeländen.
  • KI-gestützte Auslegung und Inbetriebnahme: Tools wie das Computer-Aided Risk Assessment (CARA) und die Robo-Dashcam unterstützen eine sichere und leistungsoptimierte Interaktion zwischen Mensch und Roboter und verbessern die Effizienz der Risikobeurteilung.

Mehrwert von RoX

Die Entwicklung skalierbarer und nachhaltiger Lösungen in RoX stärkt die Innovationskraft der beteiligten Branchen. Die Integration qualitätsgesicherter Softwarebausteine und KI-Modelle sowie die Berücksichtigung von Datensicherheit sind essenzielle Bestandteile des Projekts, die den Anforderungen der modernen Industrie gerecht werden.

Möchten Sie mehr über das Projekt oder unsere Technologieentwicklungen erfahren? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
 

Einblicke ins Projekt

© Fraunhofer IPA
Neben realen Anwendungen entwickelt das Fraunhofer IPA auch Simulationslösungen wie virtuelle Machbarkeitsstudien für das Bin Picking.

»Für Deutschland als Produktionsstandort und Heimat vieler weltweit herausragender Anbieter von Roboterkomponenten und -lösungen gibt das Projekt einen Schub hin zu neuen Maßstäben in einer international schnelllebigen Branche.«

Richard Bormann, Forschungsteamleiter und Projektkoordinator am Fraunhofer IPA

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Website zum Projekt