Wertschöpfungskreisläufe

Eine ökologisch effektive und ökonomisch effiziente Wertschöpfung steht heute im Mittelpunkt nachhaltigen Wirtschaftens. Dabei sind die Produkte im Idealfall bereits so zu konzipieren, dass sie nicht direkt nach der Nutzung zu Abfall werden. Vielmehr sollen die enthaltenen Rohstoffe nach Gebrauch wieder in gleicher Qualität und zu möglichst hundert Prozent einsetzbar sein. Am Fraunhofer IPA wird dieses Konzept neben dem Produktaspekt auch auf die Produktion und Organisation ausgeweitet. Diese stofflichen Kreisläufe werden auch Closed-loop Supply Chains genannt.

In unseren Projekten betrachten wir Wertschöpfungskreisläufe ganzheitlich: wir untersuchen, ob und wie Produkte wirtschaftlich in bestehende Produktionsabläufe zurückfließen können.

Ziel ist es, dass Ressourcen mehrfach auf derselben Wertschöpfungsebene in den Wirtschaftskreislauf zurückfließen. Die Rückführung kann z. B. auf Produkt-, Baugruppen- oder auch auf Komponentenebene erfolgen. Je mehr Ressourcen wiederverwendet werden, desto unabhängiger ist das Wirtschaftswachstum vom Rohstoffverbrauch.


Herausforderungen bei Wertschöpfungskreisläufen

Unternehmen stehen vor folgenden, typischen Herausforderungen, wenn sie ihre Kreisläufe schließen wollen:

  • Zusätzliche Komplexität aufgrund der Erweiterung der Supply Chain um Produktrückflüsse
  • Verstärkte Integration des Kunden in die Wertschöpfungskette
  • Planungsunsicherheiten bei den Produktrückflüssen

Verlängert man eine klassische Wertschöpfungskette zu einem Wertschöpfungkreislauf, so entstehen komplexere Produkt- und Informationsflüsse. Diese müssen gestaltet, geplant, gesteuert und kontrolliert werden. Material- und Informationsflüsse zur Versorgung, Redistribution und Überarbeitung von Produkten bilden somit die Kernfunktionen von Wertschöpfungkreisläufen.


Nutzen der Kreislaufwirtschaft

Sowohl die Industrie als auch die Umwelt profitieren von nachhaltigen Wertschöpfungskreisläufen: die Auslastung von industriellen Anlagen steigt, Materialkosten gehen zurück, es entsteht weniger Abfall und der Hersteller kann den zunehmenden Umweltregulatorien nachkommen. Unternehmen mit geschlossenen Kreislaufsystemen setzen Ressourcen nachhaltig ein, verbessern die Materialeffizienz und schonen die Umwelt.


Unsere Leistungen

Das Fraunhofer IPA unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung sowie Planung und Steuerung Ihrer Logistik-und Produktionsprozesse unter den Rahmenbedingungen der Closed Loop Supply Chain. Dabei setzen wir neueste Methoden und Tools der Planung und Steuerung aus unserer Forschungsarbeit ein.

 

SCMLoop: Nachhaltiger Wiedereinsatz von Rohstoffen in allen Wertschöpfungsstufen

Das Projektteam SCMLoop erforschte, wie durch die Integration von Materialrückflüssen sowie einer wirtschaftlichen Wiederverwertung gebrauchter Investitionsgüter die Rohstoffproduktivität nachhaltig verbessert werden kann.