In Zukunft das Auto neu erfinden

Kurzmeldung März 2018 / 2.3.2018

Auf dem 18. Internationalen Stuttgarter Symposium für Automobil- und Motorentechnik diskutieren am 13. und 14. März Hersteller und Anwender über die neuesten Anforderungen an die Herstellung von Automobilen und deren Antriebe. Organisiert wird der Branchentreff seit 1995 vom Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS).

© FKFS / Fotografie: Uli Regenscheit und Frank Eppler

»Wir werden eine weitere Differenzierung der Konzepte erleben«, erläutert Prof. Dr. Michael Bargende, Vorstandsvorsitzender des FKFS. »Das Auto der Zukunft ist kein Einheitsauto. Das elektrische Robotertaxi, das darin stehende Fahrgäste mit begrenzter Geschwindigkeit transportiert, gehört genauso dazu wie der mit regenerativ erzeugtem Kraftstoff betriebene Supersportwagen.« Erstmals widmet sich eine ganze Sektion den künftigen Geschäftsmodellen. Experten renommierter Beratungshäuser werden den rund 900 teilnehmenden Ingenieuren schon zu Beginn der Tagung Denkanstöße geben, in welche Richtung sich ihre Arbeit entwickeln könnte.

Das Fraunhofer IPA ist bereits zum dritten Mal Kooperationspartner des Symposiums und zeichnet sich dieses Jahr inhaltlich und organisatorisch für die beiden Stränge »Digitalisierung« und »Zukunft der Automobilmontage« verantwortlich. Für IPA-Institutsleiter Prof. Thomas Bauernhansl ist klar: »Die deutsche Automobilproduktion ist zweifellos die innovativste der Welt. Jedoch werden in den kommenden Jahren neue Strukturen einziehen, die diese tragende Säule unserer Volkswirtschaft revolutionieren«. Aus seiner Sicht steht die Vernetzung des Autos selbst, wichtige Stichworte sind dabei Digitalisierung, Elektrifizierung, autonomes Fahren und Mobilität als Service, im Vordergrund. Dies wiederum führt zu neuen Produktionsstrukturen.

Wie die Automobilproduktion der Zukunft aussehen könnte, lässt sich bereits in Ansätzen im Forschungscampus »ARENA2036« bestaunen. Im Februar 2018 fand dort die Veranstaltung »überMORGEN« statt, die eindrucksvoll bereits laufende Projekte in den Themenwelten Mobilität, Produktion, Arbeit und Digitalisierung zeigte. Das Fraunhofer IPA ist in der ARENA2036 in der »ForschFab« Forschungsfabrik federführend und führt Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in den Bereichen zukünftige Produktionsstrukturen, wandlungsfähige Produktion, digitale Vernetzung und Smart Robotics durch.