Ideen für Ingenieure und Lösungen im Leichtbau

Presseinformation September 2014 / 25.9.2014

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA beschäftigt sich auch in diesem Jahr mit Themen, die zu den Schwerpunkten der AMB, der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung, passen: Die Stuttgarter Wissenschaftler geben im Rahmen der Messe Einblicke in den Entwicklungs- und Anwendungsstand von Industrie 4.0 in der Produktion in Deutschland und setzen sich mit den Herausforderungen der Werkzeughersteller und Maschinenbauer bei der Bearbeitung von Verbundstoffen wie Carbon auseinander.

Forschungsprojekt »Engineering Apps for advanced Manufacturing Engineering (Apps4aME)« Hinweis: This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement no 314156.

© Foto Fraunhofer IPA

Präzisionswerkzeug für die spanende Bearbeitung von Verbundwerkstoffen.

Michael Lickefett, Geschäftsfeldleiter Maschinen- und Anlagenbau des Fraunhofer IPA, weiß: »Wenn wir Industrie 4.0 sichtbar machen wollen, brauchen wir konkrete und nachvollziehbare Beispiele aus der Praxis. Nur so bleibt der Mode-Begriff trennscharf und messbar und wird nicht verwässert. « Daher betrachtet das Fraunhofer IPA es als seine Aufgabe, den Unternehmen Anwendungs- und Lösungsbeispiele an die Hand zu geben, mit denen sie sich identifizieren können.

Neben dem Readiness Check, der Potenzialanalyse und dem siebenstufigen Einführungsprozess, die das Fraunhofer IPA als Dienstleistungen anbietet, geht Lickefett im Rahmen seines Vortrags auf dem »Forum Industrie 4.0« auf aktuelle Forschungsprojekte wie »Engineering Apps for advanced Manufacturing Engineering (Apps4aME)« ein. Dieses Projekt zielt darauf ab, eApps für Routenplanungsoptimierungen und Temperaturplanungen und -analysen in der Lebensmittelindustrie zu entwickeln. Der allgemeingültige Ansatz lässt sich schnell auf andere industrielle Anwendungsfelder adaptieren und ist somit für die gesamte Ingenieurszunft interessant und relevant.

Präzisionswerkzeuge für die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen

»Leichtbau ist Trend und die Branchen Automobilbau, Luftfahrt und Maschinenbau sind ohne Verbundwerkstoffe nicht mehr denkbar«, fasst Dr. Marco Schneider, Abteilungsleiter Leichtbautechnologien am Fraunhofer IPA, sein Kompetenzfeld in einem Satz zusammen. In seinem Vortrag im Rahmen eines Unternehmerfrühstücks wird Schneider die aktuellen Anforderungen an »Präzisionswerkzeuge für die spanende Bearbeitung von Verbundwerkstoffen« beleuchten.

Enorme Chancen für Leichtbauwerkstoffe sieht Schneider – über die bekannten Einsatzbereiche Flugzeug und Automobil hinaus – in vielen anderen Branchen. »In den Unternehmen muss aber das notwendige Wissen und die maschinelle Ausstattung geschaffen werden, was entsprechende Investitionen voraussetzt.« Doch dieses Geld ist laut Schneider sinnvoll investiert: »Richtig eingesetzt, könnten Verbundwerkstoffe Keimzelle für neue Herstellmethoden anderer Produkte sein und so Produkt- und Produktionsinnovation vorantreiben«.