Wettbewerb »EuRoC« geht in die nächste hochdotierte Runde

Mediendienst Mai 2015 / 20.5.2015

Der Wettbewerb »European Robotics Challenge« (EuRoC) hat das Ziel, die europäische Robotik-Industrie mit innovativen Technologien für Produkte und Dienstleistungen in ihrer globalen Marktführerschaft zu stärken. Hierfür arbeiten Forscher, Technologielieferanten, Systemintegratoren und Anwendungsexperten in Teams zusammen, um Anwendungen für anspruchsvolle Produktionsabläufe zu entwickeln und praktisch umzusetzen.

Die zu lösenden Szenarien sind in drei Anwendungsdomänen, sog. »Challenges«, aufgeteilt, die die Teilnehmer lösen müssen. Hierzu gehören die Entwicklung einer rekonfigurierbaren interaktiven Produktionszelle, eines Logistik- und Manipulationssystems für Produktionshallen und schließlich einer verbesserten Anwendung von Mikroflugzeugen zur Versorgung und Überwachung großer Pflanzen. Der Wettbewerb besteht aus drei Runden mit jeweils drei Selektionsphasen. Nach jeder Runde reduziert sich die Teilnehmerzahl und die finanzielle Förderung steigt. Mitglieder des EuRoC-Konsortiums aus Forschung und Industrie stellen den Teams Hard- und Software zur Verfügung, die sie für die automatisierte Lösung nutzen können. »Challenge Hosts«, Experten aus dem Konsortium, die sich mit den entsprechenden Roboterplattformen sehr gut auskennen, unterstützen die Teams.

Für die erste Runde hatten sich 102 Forschungsteams beworben, 15 von ihnen haben nun die 2. Runde erreicht und können sich über weitere Fördergelder in Höhe von 5,6 Mio Euro freuen. Dafür müssen sie domänenspezifische Aufgabenstellungen lösen und auch eine kreativere »Freestyle-Task« lösen. Schließlich müssen sie einen Prototyp für einen Endnutzer vorführen. Für das Erreichen der letzten dritten Runde stehen für 6 Teams noch einmal 1,3 Mio Euro bereit.

Das Fraunhofer IPA beteiligt sich an EuRoC, indem es für das erste Anwendungsszenario, die Produktionszelle, Hard- und Software bereitstellt und den Teilnehmern als Challenge Host fachliche und technische Unterstützung bietet. Der Gewinner des Wettbewerbs wird im Jahr 2017 ebenfalls am Fraunhofer IPA gekürt.