Fraunhofer IPA engagiert sich langfristig für Kinder- und Jugendhaus Vaihingen

Wissenschaft zum Anfassen für Nachwuchsforscher

Presseinformation Februar 2015 / 25.2.2015

Unter dem Motto »Forschen-Staunen-Lernen – Entdeckerfreude für Entdeckerfreunde« erneuert und erweitert das Fraunhofer IPA seine Patenschaft und Partnerschaft mit der sozialen Einrichtung in direkter Nachbarschaft. Neben der offiziellen Übergabe von Experimentier-Kästen, Büchern und Baustein-Sets, die im Rahmen einer Weihnachtsaktion von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts gespendet wurden, ging es bei dem Treffen Ende Februar um die Planung von anschaulichen Impulsvorträgen vor den Kindern und Jugendlichen im laufenden Jahr.

© Foto Fraunhofer IPA

Offizielle Übergabe der Geschenke durch Prof. Bauernhansl (rechts im Bild) an das Kinder- und Jugendhaus Vaihingen.

Das Kinder- und Jugendhaus Vaihingen, das unmittelbar am Hegel-Gymnasium, der Robert-Koch-Schule und der Pestalozzischule angrenzt, wird täglich von 40 bis 60 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten besucht und bietet Angebote, die an die Lebenswelt der Besucher anknüpfen, die Entwicklung fördern und Perspektiven aufzeigen. Es gibt Werkstätten mit technisch-naturwissenschaftlichen oder künstlerisch orientierten Angeboten. Die Kinder und Jugendlichen können wählen, was sie interessiert, ausprobieren, spielerisch lernen und handfeste Ergebnisse mit nach Hause nehmen.

»Neugier ist der größte Antrieb, sich mit der Welt zu beschäftigen,« weiß Klaus Hausch, der seit 14 Jahren das Kinder- und Jugendhaus Vaihingen leitet. Für ihn trägt eine frühe Förderung des technischen Verständnisses wesentlich zur späteren beruflichen Orientierung bei. »Das digitale Zeitalter findet nicht nur am PC statt, sondern auch in Produktionshallen, Laboren und Versuchsfeldern. Daher ist es äußerst wichtig, die Kinder und Jugendlichen bereits heute an zukünftigen technologischen Entwicklungen teilhaben zu lassen. Denn letztlich sind sie es, die später autonom fahrende Fahrzeuge bauen, Service-
roboter im Alltag anwenden und die Smartphones der nächsten Generation entwickeln.« Zusammen mit seinen Mitarbeitern wird er für die Kinder und Jugendlichen eine »Forscher AG« aufbauen, in der man beispielsweise mal eben aus 400 Lego-Bausteinen einen Roboter bauen und Grundlagen der Programmierung erwerben kann.

Kinder- und Jugendförderung hat Tradition

»Kinder- und Jugendförderung als Bestandteil karitativer Arbeit hat bei uns Tradition,« erklärt Professor Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA. »Mehr als 15 Jahre haben wir am Standort Stuttgart jährlich einen Weihnachtsbazar veranstaltet, dessen Erlöse sozialen Einrichtungen zugutekamen. Zusammen mit dem VDI Stuttgart engagieren wir uns im Projekt Tecstatt und bringen jungen Menschen die Welt der Technik näher. Bei den interaktiven Wanderausstellungen der MS Wissenschaft, die vorrangig junges Publikum adressieren, haben wir einen festen Stammplatz. Und auch in der Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhaus Vaihingen geht es vor allem darum, komplexe Themen verständlich aufzubereiten, anschaulich zu präsentieren und letzten Endes Begeisterung für den Beruf des Wissenschaftlers zu wecken. Das ist Nachwuchsförderung vor der Haustür.«

Bauernhansl freut sich darüber, dass er an die Arbeit seines ehemaligen Amtskollegen, Professor Alexander Verl, der jetzt in München als Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle die Ausrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft mitgestaltet, anknüpfen kann. Denn dieser hatte zusammen mit seiner Frau in der Vergangenheit ehrenamtlich Kurse im Kinder- und Jugendhaus Vaihingen abgehalten und dort neueste technische Errungenschaften vom Fraunhofer IPA präsentiert.

Für das laufende Jahr ist geplant, dass Wissenschaftler des Fraunhofer IPA unter anderem aus den Bereichen Roboter- und Assistenzsysteme, Biomechatronische Systeme und Funktionale Materialien Forschungsapplikationen und -ergebnisse vorstellen. Neben dem Haushaltsroboter Care-O-bot® wird es auch um die »mechanische Hand«, Exo- skelette, Carbon Nantubes und die generative Fertigung gehen.