17. Internationales Stuttgarter Symposium

Über die Zukunft des Individualverkehrs, die Rolle des Automobils und die Bedeutung der Digitalisierung

Mediendienst März 2017 / 2.3.2017

Vom 14. bis 15. März lädt das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren (FKFS) ins Haus der Wirtschaft ein. Über 100 Vorträge auf dem 17. Internationalen Stuttgarter Symposium Automobil- und Motorentechnik schlagen einen Bogen vom automatisierten Fahren über die Common-Rail-Einspritzung als Schlüsseltechnologie zum emissionsfreien Antrieb bis hin zu den Herausforderungen und Konsequenzen einer vollständigen Digitalisierung in der Automobilindustrie.

Mobilität bedeutet Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Sie gehört in eine vernetzte moderne Welt. Ein wichtiges Element individueller Mobilität ist das Automobil, das sich in Zukunft so stark wie noch nie verändern wird. Wie sieht es aus? Wird das Auto überhaupt noch ein Lenkrad und Pedale haben? Gibt es zukünftig nur ein oder alternative Antriebskonzepte?


Das Automobil wird cyberphysisch

Stand der Technik ist das mechatronische Auto. Eine Fusion von Elementen der Mechanik, Elektronik und Informatik. Immer mehr Fahrzeugteile werden durch mechatronische Komponenten ersetzt: die hydraulische Servolenkung durch die Servoelektrik, der hydraulische Bremskraftverstärker durch den Ibooster oder der Ottomotor wird zum Hybridantrieb ergänzt. Damit ist der Weg für die weitere Entwicklung schon bereitet: die Digitalisierung der Fahrfunktionen und deren Vernetzung sowie die Elektrifizierung der kompletten Antriebseinheit. Der nächste Schritt in der Automobilentwicklung – sowohl beim Auto selbst als auch bei seiner Produktion – wird zu Konzepten des cyberphysischen Autos und des cyberphysischen Produktionssystems führen. Das Automobil selbst wird Teil eines umfassenden Mobilitätssystems. Dafür wie auch für das Produktionssystem müssen neue Architekturen entwickelt werden.


Die Autos von morgen »sehen«, »verstehen« und »handeln«

Die Anforderungen für das Automobil von morgen sind gesetzt. Die Fahrzeuge sollen automatisiert fahren können und miteinander vernetzt sein. Dazu müssen sie »sehen«, also ihre Umgebung beispielsweise mit Radarsensoren erkennen können. Die so gewonnen Daten zu verarbeiten, dass sie daraus die richtigen Schlüsse ziehen, also »verstehen«, ist eine weitere Voraussetzung. Und schließlich muss das Automobil sicher für Insassen und Umwelt »handeln« können. Es muss sich entscheiden, wann es bremst, beschleunigt, Spur hält oder ausweicht.

Auch an die Elektronik und Software stellen Automatisierung und Vernetzung große Herausforderungen. Um sicher zu fahren, benötigt das Auto der Zukunft neue »Nervenbahnen«, das heißt eine neue elektrische/elektronische Architektur und erweiterte Safety- und Security-Konzepte. Der Weg, bis das Auto zuverlässig automatisiert fährt, ist noch weit. Wo wir stehen – wo wir hinwollen und wie es mit dem Ottomotor bestellt ist, thematisieren weitere Vorträge des Symposiums.


Herausforderung Antrieb

Schon heute steht dem Autokäufer eine bisher nicht gekannte Vielzahl an Antriebsformen zur Verfügung. Neben rein elektrischen und verbrennungsmotorischen Antrieben zeigt das zunehmende Angebot an Hybriden mit unterschiedlichsten Ausprägungen, dass die Suche nach dem idealen Antrieb noch lange nicht abgeschlossen ist. Auch die Weiterentwicklungspotenziale der konventionellen Antriebe mit Common-Rail-Einspritzung, Effizienzsteigerungen bei Ottomotoren und einer hocheffizienten Abgasreinigung beim Dieselmotor zeigen auf, dass sich auch der Verbrennungsmotor auf dem Weg zum emissionsfreien Antrieb befindet.

Anmeldung unter: symposium@fkfs.de.

Zum Programm des Symposiums: www.stuttgarter-symposium.de

Pressevertreter sind zur kostenlosen Teilnahme eingeladen.