Vince Ebert gibt Lösungsvorschläge zur Energiewende

20.6.2017

Im dritten Teil der Erklär-Videoreihe »Zukunftsforscher trifft Zukunftsforschung « widmet sich der Physiker und Kabarettist der digitalisierten Herstellung neuer Batterien in Deutschland. Dies ist eine große Chance, in einem global hart umkämpften Markt, Vorreiter und Innovationstreiber zu sein.

In dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt »Fast Storage BW II« entwickelt das Fraunhofer IPA gemeinsam mit Industriepartnern wie VARTA, SEW-EURODRIVE, Viastore, Freudenberg, Daimler und Porsche Energiespeichertechnologien der nächsten Generation. Die sogenannten Powercaps sollen eine vergleichbare Leistungsdichte und Schnellladefähigkeit aufweisen wie Superkondensatoren sowie eine Energiedichte, die an herkömmliche Batterien heranreicht.

Bei diesem Projekt steht der Einsatz kostengünstiger und umweltschonender Materialen sowie deren Verarbeitungsprozesse im Fokus. Ein wesentliches Ziel ist neben dem Nachweis der technologischen Machbarkeit auch der Beleg über die wirtschaftliche Machbarkeit. Das geschaffene Wissen soll einen signifikanten Beitrag zur Herstellung von Energiespeicherzellen in Baden-Württemberg und Deutschland leisten.

Stark wie Batterien, schnell wie Supercaps – und in Deutschland produziert

In den Worten von Vince Ebert klingt das so: »Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und eine Batterie allein noch keine Energiewende. Wir brauchen mehr – und das zu wirtschaftlichen Herstellkosten. Aktuell kommt die standardisierte Massenproduktion aus Asien. Zukünftig soll sie customized aus Deutschland kommen. Daran arbeitet das Fraunhofer IPA gemeinsam mit Partnern aus der Industrie«. Damit nicht genug. Ein weiteres Plädoyer: »Durch die Digitalisierung der Produktion – wir nennen es Industrie 4.0 – können Hersteller hierzulande schnell, flexibel und effizient neue Serien-Batterien herstellen. Das ist für Deutschland eine große Chance, Vorreiter und Innovationstreiber zu sein. Energiewende, wir grüßen Dich«.

 

Weitere Folgen des Zukunftsforschers folgen monatlich

Im Juli ist Vince Ebert im Gespräch mit Service- Roboter Paul zu sehen. Ziel der Videoreihe ist es, teils komplexe, teils erklärungsbedürftige Sachverhalte humorvoll und einfach auf den Punkt zu bringen und dabei sowohl den industriellen als auch den gesellschaftlichen Nutzen der einzelnen Forschungsgebiete herauszuarbeiten. Seit vielen Jahren ist Vince Ebert neben Anja Reschke, Susanne Holst und Thomas D fester Protagonist des Wissensformats »Wissen vor acht«, das sich in ähnlicher Form wie das Fraunhofer-Format mit wissenschaftlichen Themen befasst.