»Die Hürde, Produktions- und Maschinendaten zu nutzen, wird damit deutlich gesenkt«, so Schneider, »weil kein Fachwissen mehr nötig ist, um an Daten zu kommen und diese auszuwerten.« Und auch die Wartezeiten entfallen, um etwa bereits vorhandene, statische Visualisierungen anzupassen oder neue zu erstellen. Denn selbst wenn ein Unternehmen über eigene Spezialisten für die Datenanalyse verfügt, sind diese in der Regel nicht sofort verfügbar und können nur mit Verzögerung auf Anfragen reagieren. Profitieren würden von ViPGeniE insebsondere kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen. Denn sie können meist gar keine Datenanalysten beschäftigen.
Erste Ergebnisse ab 2027
Die Forscherinnen und Forscher um Schneider vom Fraunhofer IPA übernehmen im Projekt ViPGeniE gleich mehrere Schlüsselaufgaben: Sie entwickeln die Systemarchitektur, eine flexible Umgebung, in der verschiedene Sprachmodelle gleichermaßen zum Einsatz kommen können, und Digitale Zwillinge, welche die Daten strukturieren und so die Auswertung durch die generative KI überhaupt erst möglich machen.
Einen ersten Demonstrator, der zeigt, wie mit generativer KI komplexe Produktions- und Maschinendaten aus ganz verschiedenen Quellen binnen Sekunden verständlich visualisiert werden können, wollen die Projektpartner voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 präsentieren.