Die Idee für 2LIP und 4ROSE entstand im MakerSpace der Universität Stuttgart, den Schneider für Biomechatronik-Masterkurse nutzt. Zusammen mit seinen Studierenden sucht er dort nach Lösungen für medizinische Probleme, die im Gesundheitsmarkt bislang kaum Beachtung finden. Mit Betroffenen, medizinischem Fachpersonal sowie Therapeutinnen und Therapeuten entwickelte Schneider erste Konzepte und Prototypen. Schulz begleitete den Entwicklungsprozess von Beginn an und sorgte dafür, dass Anforderungen an das Risiko- und Qualitätsmanagement sowie die medizinische Regulierung stets berücksichtigt wurden.
»Kontinenzprobleme sind bis heute ein Tabuthema, über das kaum jemand offen sprechen möchte. Diese Verstocktheit hat dazu geführt, dass Millionen Betroffene auf der ganzen Welt bis heute auf fremde Hilfe angewiesen sind, leidvolle Erfahrungen machen müssen und sich mit selbstgebauten, teilweise gesundheitsgefährdenden Notlösungen behelfen. Da wollten wir nicht länger tatenlos zuschauen«, sagt Schneider. »Unser Wunsch ist es, Menschen jeden Alters mit Kontinenzproblemen zu mehr Selbstbestimmung und Intimität zu verhelfen – mit medizinischen Hilfsmitteln für einen möglichst selbstständigen Toilettengang und eine gute urogenitale Pflege.«