Nicht jedes Exoskelett passt zu jeder Person
Genau hier liegt die Herausforderung. Der Markt bietet inzwischen mehr als 100 unterschiedliche Systeme. Sie unterstützen verschiedene Körperregionen, arbeiten passiv oder aktiv und die Eignung ist abhängig von der Einsatzumgebung und der Tätigkeit. Was auf dem Papier sinnvoll erscheint, muss im Alltag noch lange nicht funktionieren. Entscheidend ist, ob ein System zu den körperlichen Voraussetzungen, zur Tätigkeit, zum Arbeitsumfeld und auch zur persönlichen Akzeptanz passt.
»Die Frage ist nicht, ob Exoskelette grundsätzlich unterstützen können, sondern unter welchen Bedingungen sie am besten eingesetzt werden sollten«, sagt Urban Daub vom Fraunhofer IPA. »Wenn Exoskelette als Maßnahme für die berufliche Wiedereingliederung in Betracht gezogen werden, kann man nicht ein beliebiges System wählen. Es muss zur Person, zur Aufgabe und zum Arbeitsalltag passen.«
Praktische Hürden für den Einsatz von Exoskeletten sind beispielsweise enge Räume oder das Zusammenspiel mit Arbeitskleidung und vorhandenen Hilfsmitteln. Bei Vorerkrankungen müssen darüber hinaus medizinische Voraussetzungen geklärt werden. Hinzu kommen psychosoziale Faktoren: Nur wenn die Tragenden das System im Alltag akzeptieren und sich damit sicher fühlen, kann es langfristig eingesetzt werden.