Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0«

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Von klassischen Lean-Methoden bis zu digitalen Technologien – Wie gestalte ich ein zukunftsfähiges Produktionssystem?

Ganzheitliche Produktionssysteme sind in der Industrie etabliert und nicht mehr wegzudenken. Mit der Digitalen Transformation kommen neue Herausforderungen auf die Gestaltenden dieser Produktionssysteme zu.

Unsere Studie »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« zeigt auf, dass diese Herausforderungen beispielsweise den zielgerichteten Einsatz digitaler Technologien, den Rollout von Industrie 4.0-Use Cases und Ansätze für ein systematisches Datenmanagement betreffen.

Mit dem Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« haben wir ein entsprechendes Format für den Austausch zwischen Produktionssystemverantwortlichen zu neuen Ansätzen aus der angewandten Forschung entwickelt und mit 15 Unternehmen in 2021-2022 erfolgreich erprobt. Die zweite Runde des Industriearbeitskreises findet von März 2023 bis Ende 2023 mit neuen Best Practice-Unternehmen statt.

Werden Sie Teil des Arbeitskreises, um wesentliche Eckpfeiler Ihres Produktionssystems an die Anforderungen der Digitalen Transformation anzupassen.

Das Hauptziel des Industriearbeitskreises ist die Weiterentwicklung der Toolbox »Lean 4.0«, mit der Sie Ihr betriebliches Produktionssystem zeitgemäß managen können. Dazu wird in der Workshopreihe immer wieder die zentrale Rolle von Menschen in Produktionssystemen beleuchtet.

 

Ihr Nutzen

  • Fünf interaktive Workshops zur Diskussion relevanter individueller Themen zum Produktionssystem der Zukunft.
  • Weiterentwicklung der Toolbox »Lean 4.0«: Diese Toolbox wird im Arbeitskreis konzipiert und mit Inhalt befüllt. Dazu gehören zum Beispiel digitale Werkzeuge und Methoden zur Gestaltung zukunftsfähiger Produktionssysteme.
  • Fokusthema Mensch: Impulse zur Rolle des Menschen im Produktionssystem und Beispiele für menschzentrierte Assistenzsysteme.
  • Einblicke in die Praxisanwendung: Impulse von führenden Industrieunternehmen und Technologieanbietern zeigen die Gestaltung von Produktionssystemen 4.0 bei Best-Practice-Partnern.
  • Einblicke in die angewandte Forschung des Fraunhofer IPA.
  • Unternehmensübergreifender Erfahrungsaustausch.

Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme über nebenstehende Kontaktdaten.

Ablauf des Arbeitskreises

Auftaktveranstaltung – 14. März 2023

Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises wird von Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA, mit einem Grußwort eröffnet. Anschließend stellen wir Ihnen den Ablauf der Workshopreihe und unsere Partnerunternehmen vor. Darüber hinaus soll die Auftaktveranstaltung die Gelegenheit zum ersten gegenseitigen Kennenlernen bieten. Die Auftaktveranstaltung ist in einem hybriden Format und mit einem inoffiziellen Teil zum Kennenlernen im Anschluss geplant.

 

Kern des Arbeitskreises: 5 interaktive Workshops

Den Kern des Industriearbeitskreises stellen fünf interaktive Workshops dar. Orientiert an den Gestaltungsrichtlinien für zukunftsfähige Ganzheitliche Produktionssysteme besitzt jeder Workshop seinen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. 

Mobile Apps für digitale Assistenzsysteme 

Die Gestaltung von Ganzheitlichen Produktionssystemen ist eine umfassende Aufgabe mit vielen Teildisziplinen des Industrial Engineering. Insbesondere im Bereich der Methoden und Werkzeuge gibt es mit Industrie 4.0 neue Ansätze, die das Spektrum an Lösungen erhöhen.
Im Workshop mit unserem Partnerunternehmen adesso mobile solutions gehen wir auf dessen innovative Lösungen im Bereich mobiler Anwendungen für spezifische Anwendungsfälle aus verschiedenen Branchen und Prozessbereichen ein. Im Workshop im Raum Stuttgart gibt adesso mobile solutions Einblicke in Anwendungsbeispiele digitaler Assistenzsysteme zur Unterstützung von Mitarbeitenden mit Kontextinformationen in produktionsrelevanten Aktivitäten.

Als besonderes Highlight wird mit adesso mobile solutions ein App-Konzept über den Verlauf des Arbeitskreises entwickelt werden. Sie können sich in die Auswahl des Use Cases einbringen und im Workshop wichtige Schritte in der Herangehensweise und bezüglich der unterschiedlichen Voraussetzungen für die App-Entwicklung kennenlernen. Die App-Konzipierung wird in weiteren Sitzungen aufgegriffen werden und am Ende des Arbeitskreises zur Verfügung gestellt.

Struktur eines Ganzheitlichen Produktionssystems in Anlehnung an VDI 2870, 2012

Augmented Lean und Produktions-Apps

Der Workshop ist mit den Partnerunternehmen Tulip und DMG Mori geplant. Die Planung sieht einen Deep Dive zum Thema Augmented Lean und deren Umsetzung mit der No-Code-Plattformlösung von Tulip vor. Tulip ist ein etabliertes Startup und zum zweiten Jahr in Folge als „Challenger“ in der Kategorie Manufacturing Execution System im Gartner® Magic Quadrant™ 2022 gelistet.

Tulip kooperiert mit dem international tätigen Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori. Der Workshop findet am modernen Produktionsstandort Pfronten von DMG Mori statt und bietet praktische Einblicke in die Implementierungen der Plattformlösung.

Mensch als zentraler Erfolgsfaktor 

In unserer Studie zu Ganzheitlichen Produktionssystemen 4.0 zitieren wir Dr. Martin Landherr von unserer Partnerfirma Festool: „Das mit Abstand wichtigste Element für zukunftsfähige Produktionssysteme ist die Verfügbarkeit kompetenter und motivierter Mitarbeiter. Es gibt nichts, das ich einkaufen und dann sagen kann: Jetzt haben wir Industrie 4.0 umgesetzt. Man muss sich auf eine sehr dynamische Welt einstellen – gerade im Bereich Digitalisierung. Die Mitarbeiter sind also das absolut Wichtigste.“

Im Workshop beleuchten wir genau dieses Thema vor Ort bei Festool. Wir besichtigen ein neues Montagewerk mit Industrie 4.0-Technologien und sehen Beispiele für bedarfsgerechte Shop Floor Apps, die mit einer Low-Code-Lösung umgesetzt wurden.

Digital Industrial Engineering und Lean 4.0

Das Kompetenzzentrum DigITools am Fraunhofer IPA forscht im Bereich Lean 4.0 und geht neue Wege im Digital Industrial Engineering. In diesem Workshop geben wir Einblicke in die neuesten Entwicklungen und gehen auf die Toolbox Lean 4.0 ein.
Die Toolbox Lean 4.0 wurde als prototypische Umsetzung in den letzten Jahren konzipiert und aufgebaut, unter anderem während der ersten Runde des Industriearbeitskreises GPS 4.0. Sie beinhaltet sowohl klassische als auch digitalisierte Lean-Methoden und verbindet diese mit Informationen zu Industrie 4.0-Technologien und Industrie 4.0-Use Cases. Heraus kommt eine sehr umfassende Wissensbasis, die typische Anwendungsprozesse des Industrial Engineering abdeckt und gleichzeitig zusätzliche Erkenntnisse stiften kann. Der Workshop ist zur Anwendung der Toolbox Lean 4.0 konzipiert.

Struktur eines Ganzheitlichen Produktionssystems in Anlehnung an VDI 2870, 2012

Menschzentrierte Assistenzsysteme 

Technologien für die menschzentrierte Produktion sind ein Leit- und Zukunftsthema am Fraunhofer IPA, welches mit physischen und informatorischen Assistenzsystemen Anwendung in verschiedensten Umsetzungen im Future Work Lab findet. Aufbauend auf dem vorangegangenen Workshop zu mobilen digitalen Assistenzsystemen wird das Thema menschzentrierter Assistenzsysteme im zweiten Workshop vertieft. Ziel des Workshops ist die Vermittlung neuer Ansätze zur Umsetzung von neuen Assistenzsystemen in Ihrem Unternehmen.

Abschlussveranstaltung

Der Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« wird mit einer Abschlussveranstaltung am Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart abgerundet. Neben einem Vortrag zur Produktionsarbeit der Zukunft steht ein Rundgang durch das vom Fraunhofer IPA betriebene Future Work Lab mit Einblicken in neue KI-Anwendungen auf der Agenda. Darüber hinaus wollen wir die Ergebnisse des Arbeitskreises mit Ihnen zusammenfassen und reflektieren.

Der Ablauf des Arbeitskreises steht unter Vorbehalt inhaltlicher und terminlicher Änderungen.

 

Teilnahme

9.000 € je Unternehmen, enthält drei Teilnahmetickets pro Termin

Partner des Arbeitskreises:

adesso mobile solutions GmbH
DMG Mori Aktiengesellschaft
Festool GmbH
Tulip Inc.

Noch Fragen?

  • Der Industriearbeitskreis richtet sich an alle produzierenden Unternehmen, die zur Gestaltung ihrer Prozesse ein Produktionssystem einsetzen oder aktuell an der Etablierung eines Produktionssystems arbeiten. Innerhalb der Unternehmen adressiert der Arbeitskreis die Gestaltenden des Produktionssystems. Sie sind typischerweise im Industrial Engineering, der Operational Excellence oder ausgewiesenen Produktionssystem-Abteilungen organisiert. 

  • Die Gebühr von 9 000 € exkl. MWSt. berechtigt bis zu drei Personen aus Ihrem Unternehmen zur Teilnahme am Arbeitskreis.

  • Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IPA übernehmen die Planung, Koordination und wissenschaftliche Begleitung des Industriearbeitskreises. Das Fraunhofer IPA wird in den Workshops inhaltliche Impulse setzen und forschungsseitige Ansätze einbringen. 

  • Die Ergebnisse des Arbeitskreises sollen in fünf interaktiven Workshops generiert werden. Das Team des Fraunhofer IPA sowie die Partnerunternehmen des Arbeitskreises bringen für jeden Termin inhaltliche Impulse ein, die anschließend mit Ihnen diskutiert und vertieft werden.

  • Das ist von der pandemischen Lage und den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen abhängig. Sobald es möglich ist, sollen die Workshops vor Ort am Fraunhofer IPA in Stuttgart stattfinden. Zudem sind mehrere Firmenbesichtigungen bei den Best Practice-Partnern vorgesehen.

    Sind Präsenz-Workshops nicht möglich, weichen wir auf Online-Veranstaltungen aus.

    Die Auftaktveranstaltung ist als Online-Termin geplant.

  • Der Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« hat von 2021-2022 erstmalig stattgefunden und war für viele teilnehmende Firmen erfolgreich. In 2023 findet die zweite Runde des Arbeitskreises statt. Nach Abschluss dieser Runde ist auch eine dritte Phase des Arbeitskreises geplant.

  • Das Einbringen eigener Themen ist möglich und ausdrücklich erwünscht. Zum Auftakt werden Ihre Erwartungen an die Workshopreihe erhoben. Bei der Ausgestaltung der Workshops möchten wir auf Ihre Schwerpunkte eingehen. Kommen Sie gerne auf uns zu und schlagen Sie Ihre individuellen Fragestellungen vor.

  • Das Hauptziel des Industriearbeitskreises ist die Weiterentwicklung der Toolbox »Lean 4.0«. Sie umfasst sowohl klassische Lean-Methoden und -Werkzeuge als auch digitale Technologie und Industrie 4.0-Use Cases. Die Teilnehmer des Arbeitskreises erhalten eingeschränkten Zugriff auf einen Teil der erarbeiteten Toolbox. Im Anschluss an den Arbeitskreis soll sie als Blaupause zur Umsetzung eigener, unternehmensindividueller Toolboxen dienen.

  • Die Ergebnisse jedes Workshops werden für Sie dokumentiert und zur Verfügung gestellt.

    Zudem erhalten Sie Einblicke in die angewandte Forschung des Fraunhofer IPA, darunter eine Keynote von Prof. Bauernhansl. Freuen Sie sich zudem auf die Impulse der innovativen Technologieanbieter.

    Außerdem werden die Veranstaltungen des Arbeitskreises genügend Raum für den Erfahrungsaustausch mit anderen Expertinnen und Experten bieten, um voneinander zu lernen. 

  • Wir werden in den ersten Sitzungen des Arbeitskreises einen thematischen Use Case vereinbaren, zu dem adesso mobile solutions beispielhaft die Konzeption einer mobilen App mit den Teilnehmenden durchlaufen wird. Am Ende des Arbeitskreises soll Ihnen ein kleiner Leitfaden bereitgestellt werden, mit dem Sie Ihre eigene Produktions-App angehen können.

Sie haben weitere offene Fragen? Dann zögern Sie nicht, auf uns zu zukommen!

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