Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0«

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Von klassischen Lean-Methoden bis zu digitalen Technologien – Wie gestalte ich ein zukunftsfähiges Produktionssystem?

Ganzheitliche Produktionssysteme sind in der Industrie etabliert und nicht mehr wegzudenken. Mit der Digitalen Transformation kommen neue Herausforderungen auf die Gestaltenden dieser Produktionssysteme zu.

Unsere Studie »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« zeigt auf, dass diese Herausforderungen beispielsweise den zielgerichteten Einsatz digitaler Technologien, den Rollout von Industrie 4.0-Use Cases und Ansätze für ein systematisches Datenmanagement betreffen.

Mit dem Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« wollen wir nun gemeinsam mit Ihnen den nächsten Schritt gehen und Lösungsansätze für die identifizierten Herausforderungen erarbeiten.

Werden Sie Teil des Arbeitskreises, um wesentliche Eckpfeiler Ihres Produktionssystems an die Anforderungen der Digitalen Transformation anzupassen.

Das Hauptziel des Industriearbeitskreises ist die Erarbeitung von Inhalten einer Toolbox »Lean 4.0«, mit der Sie Ihr betriebliches Produktionssystem zeitgemäß managen können.

 

Ihr Nutzen

  • Sechs interaktive Workshops zur Diskussion relevanter individueller Themen zum Produktionssystem der Zukunft
  • Aufbau einer Toolbox »Lean 4.0«: Diese Toolbox wird im Arbeitskreis konzipiert und mit Inhalt befüllt. Dazu gehören zum Beispiel digitale Werkzeuge und Methoden zur Gestaltung zukunftsfähiger Produktionssysteme.
  • Im Anschluss an den Arbeitskreis steht die Toolbox Ihnen zur Anwendung und individuellen Ausgestaltung zur Verfügung.
  • Einblicke in die Praxisanwendung: Impulse von führenden Industrieunternehmen und Technologieanbietern zeigen die Gestaltung von Produktionssystemen 4.0 bei Best-Practice-Partnern.
  • Einblicke in die angewandte Forschung des Fraunhofer IPA
  • Unternehmensübergreifender Erfahrungsaustausch

Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme über nebenstehende Kontaktdaten.

Ablauf des Arbeitskreises#

Auftaktveranstaltung – 14. September 2021

Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises wird von Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA, mit einer Keynote eröffnet. Anschließend stellen wir Ihnen den Ablauf des Industriearbeitskreises vor. Darüber hinaus soll die Auftaktveranstaltung die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bieten.

 

Kern des Arbeitskreises: 6 interaktive Workshops

Den Kern des Industriearbeitskreises stellen sechs interaktive Workshops dar. Orientiert an den Gestaltungsrichtlinien für zukunftsfähige Ganzheitliche Produktionssysteme besitzt jeder Workshop seinen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. 

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Framework für die Gestaltung von digitalen Methoden und Technologien

Das Haus des Toyota-Produktionssystems oder auch die Struktur Ganzheitlicher Produktionssysteme nach der VDI-Richtlinie 2870: Die Elemente von Produktionssystemen werden typischerweise mit einem Ordnungsrahmen visualisiert und dadurch mit einem strukturgebenden Überbau versehen. Das Toyota-Produktionssystem hat seine Ursprünge in den 1950er Jahren. Die VDI-Richtlinie für Ganzheitliche Produktionssysteme stammt aus dem Jahr 2012, als die Realisierung von Industrie 4.0 noch in den Kinderschuhen steckte. Heute stellt sich die Frage, wie der Ordnungsrahmen Ganzheitlicher Produktionssysteme für digitale Methoden und Technologien aussehen sollte. Dieser Themenstellung wollen wir uns im ersten Workshop widmen.

Struktur eines Ganzheitlichen Produktionssystems in Anlehnung an VDI 2870, 2012

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Toolbox »Lean 4.0« 

Hauptziel des Industriearbeitskreises ist die inhaltliche Erarbeitung einer Toolbox »Lean 4.0«. Wissenschaft und Praxis sind sich weitgehend einig, dass die Produktion der Zukunft durch einen integrierten Ansatz aus Lean Production und Industrie 4.0 geprägt wird. Die Instrumente, die den Gestaltenden der Produktion dabei zur Verfügung stehen, wollen wir in der Toolbox »Lean 4.0« bündeln und greifbar machen. Dem Industrial Engineering soll mit der Toolbox »Lean 4.0« das Rüstzeug zur Gestaltung zukunftsfähiger Produktionsprozesse zur Verfügung gestellt werden.

„Lean-Methoden? Lean-Werkzeuge? Digitale Technologien? Welche Elemente gehören in eine Toolbox »Lean 4.0«?“
„Wie sind die Elemente der Toolbox gezielt zu beschreiben?“
„Wie sieht der Prozess aus, um neue Elemente in die Toolbox aufzunehmen?“

Diese und weitere Fragen wollen wir im zweiten Workshop mit Ihnen diskutieren.

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Standardisierung und Rollout von Industrie 4.0-Use Cases

Industrie 4.0-Use Cases haben sich über die letzten Jahre als Umsetzungsvehikel der Digitalen Transformation etabliert. Der Rollout dieser Use Cases stellt Unternehmen jedoch häufig vor Herausforderungen. Ganzheitliche Produktionssysteme fungieren als Regelwerke zur Gestaltung der Unternehmensprozesse und wirken somit wesentlich auf den Charakter der Produktion ein. Es scheint daher vielversprechend, Ganzheitliche Produktionssysteme um Regeln zu ergänzen, die sich vorteilhaft auf den Rollout von Industrie 4.0-Use Cases auswirken. Um diese Regeln aufstellen zu können, möchten wir mit Ihnen Aspekte identifizieren, die zum Gelingen oder Scheitern von Rollouts beitragen. Zudem möchten wir uns damit auseinandersetzen, wie ein Prozess zum Rollout von Anwendungsfällen erfolgreich aufgesetzt werden kann und welche Bedeutung Standards in diesem Kontext spielen.

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Datenmanagement und Transparenz 

Ein systematisches Datenmanagement bildet die Grundlage für die Implementierung digitaler Technologien und die Anwendung digitaler Methoden. Zukunftsfähige Ganzheitliche Produktionssysteme müssen daher ein systematisches Datenmanagement und systemweite Transparenz berücksichtigen. Den vierten Workshop veranstalten wir gemeinsam mit unserem Partner, der XETICS GmbH. Als Anbieter verschiedener digitaler Lösungen weisen die Experten von XETICS vielfältige Erfahrungen im Kontext des Datenmanagements vor. Darüber hinaus geben wir Einblicke, wie mit digitalen Technologien Transparenz geschaffen und in betriebswirtschaftlichen Nutzen überführt werden kann.

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Roadmapping und Industrie 4.0-Use Cases

Industrie 4.0-Use Cases beschreiben die Anwendung digitaler Technologien und Methoden zur Optimierung von Unternehmensprozessen. In Workshop 5 stellt das Fraunhofer IPA Ihnen mit dem „Roadmapping" ein systematisches Vorgehen zur Identifikation und Bewertung von Industrie 4.0-Use Cases vor. Wir möchten auch von Ihnen erfahren, wie Sie bei der Auswahl von Industrie 4.0-Use Cases vorgehen. Des Weiteren soll in diesem Workshop diskutiert werden, welche Rolle Ganzheitliche Produktionssysteme in diesem Bezug einnehmen. Wir wollen dabei auch auf die in Workshop 2 erarbeitete Toolbox »Lean 4.0« und die aus Workshop 3 gewonnenen Erkenntnisse zum Rollout von Anwendungsfällen eingehen.

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Freies Thema 

Den letzten Workshop nutzen wir, um ein von Ihnen eingebrachtes Thema zu beleuchten. Beispielsweise können wir uns mit einer unternehmensindividuellen Anwendung der Toolbox »Lean 4.0« auseinandersetzten oder die Rolle des Menschen in zukunftsfähigen Produktionssystemen betrachten. Das Thema des sechsten Workshops wird dementsprechend im Verlauf der vorangegangenen Workshops abgestimmt. Wir freuen uns auf Ihre individuellen Schwerpunkte!

Abschlussveranstaltung

Der Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« wird mit einer Abschlussveranstaltung am Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart abgerundet. Neben einem Vortag des Forschungsgruppenleiters Dr. Andreas Bildstein steht ein Rundgang durch das vom Fraunhofer IPA betriebene Future Work Lab mit Einblicken in neue KI-Anwendungen auf der Agenda. Darüber hinaus wollen wir die Ergebnisse des Arbeitskreises mit Ihnen zusammenfassen und reflektieren.

Der Ablauf des Arbeitskreises steht unter Vorbehalt inhaltlicher und terminlicher Änderungen.

 

Teilnahme

6.000 € je Unternehmen, enthält drei Teilnahmetickets pro Termin

Partner des Arbeitskreises: XETICS GmbH

Noch Fragen?#

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    Der Industriearbeitskreis richtet sich an alle produzierenden Unternehmen, die zur Gestaltung ihrer Prozesse ein Produktionssystem einsetzen oder aktuell an der Etablierung eines Produktionssystems arbeiten. Innerhalb der Unternehmen adressiert der Arbeitskreis die Gestaltenden des Produktionssystems. Sie sind typischerweise im Industrial Engineering, der Operational Excellence oder ausgewiesenen Produktionssystem-Abteilungen organisiert. 

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    Die Gebühr von 6 000 € exkl. MWSt. berechtigt bis zu drei Personen aus Ihrem Unternehmen zur Teilnahme am Arbeitskreis.

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    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IPA übernehmen die Planung, Koordination und wissenschaftliche Begleitung des Industriearbeitskreises. Das Fraunhofer IPA wird in den Workshops inhaltliche Impulse setzen und forschungsseitige Ansätze einbringen. 

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    Die Ergebnisse des Arbeitskreises sollen in sechs interaktiven Workshops generiert werden. Das Team des Fraunhofer IPA sowie die Partnerunternehmen des Arbeitskreises bringen für jeden Termin inhaltliche Impulse ein, die anschließend mit Ihnen diskutiert und vertieft werden.

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    Das ist von der pandemischen Lage und den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen abhängig. Sobald es möglich ist, sollen die Workshops vor Ort am Fraunhofer IPA in Stuttgart stattfinden. Zudem ist eine Firmenbesichtigung bei einem Best Practice-Partner vorgesehen.

    Sind Präsenz-Workshops nicht möglich, weichen wir auf Online-Veranstaltungen aus.

    Die Auftaktveranstaltung ist als Online-Termin geplant.

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    Der Industriearbeitskreis »Ganzheitliche Produktionssysteme 4.0« soll nicht nach einem Jahr Laufzeit enden. Vielmehr soll der Arbeitskreis ab Herbst 2022 in eine zweite Phase überführt werden. Ziel ist es Themen zu vertiefen, neue Themen aufzugreifen und den unternehmensübergreifenden Austausch fortzusetzen.

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    Das Einbringen eigener Themen ist möglich und erwünscht. Im geplanten Ablauf ist ein Workshop-Termin zum Einbringen eigener Themen vorgesehen. Auch bei der Ausgestaltung aller weiteren Workshop-Termine möchten wir auf Ihre Schwerpunkte eingehen.

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    Das Hauptziel des Industriearbeitskreises ist das konzeptionelle Erarbeiten einer Toolbox »Lean 4.0«. Sie soll sowohl klassische Lean-Methoden und -Werkzeuge als auch digitale Technologie umfassen. Die Teilnehmer des Arbeitskreises erhalten Zugriff auf die erarbeitete Toolbox. Im Anschluss an den Arbeitskreis soll sie als Blaupause zur Umsetzung eigener, unternehmensindividueller Toolboxen dienen. 

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    Die Ergebnisse jedes Workshops werden für Sie dokumentiert und zur Verfügung gestellt.

    Zudem erhalten Sie Einblicke in die angewandte Forschung des Fraunhofer IPA. Darunter eine Keynote von Prof. Bauernhansl im Rahmen der Auftaktveranstaltung. Freuen Sie sich zudem auf Impulse von innovativen Technologieanbietern.

    Außerdem werden die Veranstaltungen des Arbeitskreises genügend Raum für den Erfahrungsaustausch mit anderen Expertinnen und Experten bieten, um voneinander zu lernen. 

Sie haben weitere offene Fragen? Dann zögern Sie nicht, auf uns zu zukommen!

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