Montageprozesse und Werkzeuge

#

Anforderungen an Werkzeuge für die Montage

Bei der Entwicklung von Roboterwerkzeugen für die Montage sind vermehrt folgende Anforderungen zu berücksichtigen:

  • Intelligente Sensorik zur Inline-Prozessüberwachung und -regelung
  • Dezentrale Intelligenz zur Reduzierung der Prozessdatenübertragung
  • Reduzierung des Verkabelungsaufwands durch integrierte Bussysteme
  • »plug & produce«-Funktionalität (einfaches und schnelles mechanisches Anbinden des Werkzeugs an den Roboter sowie selbstständiges Anmelden der Werkzeugsteuerung an der Robotersteuerung)


Dienstleistungen

Aufbauend auf den neuesten wissenschaftlich-technischen Methoden entwickeln wir für Sie und mit Ihnen die Werkzeuglösung für Ihre Montageaufgabe.

Dazu bieten wir Ihnen folgende Dienstleistungen an:

  • Systematische Lösungsfindung und Technologieauswahl
  • Werkzeugentwicklung (Konstruktion und Prototypenbau)
  • Aufbau eines Roboterpilotsystems
  • Ermittlung und Erprobung alternativer Prozessstrategien

 
Trends und Technologien

Schwerpunkt der derzeit vom Markt geforderten Entwicklungen sind Roboterwerkzeuge mit integrierter Prozessüberwachung und Regelung. Die Werkzeuge werden als »plug & produce«-Module aufgebaut. An der Schnittstelle zum Roboter sind lediglich Strom- und Druckluftversorgung sowie eine Signalschnittstelle (z. B. Profibus) zur Verfügung zu stellen. Die prozessspezifische Sensor-/Aktorkopplung erfolgt direkt in der roboterneutralen Werkzeugsteuerung.

 
Beispielanwendungen

  • Blechverbindungstechnik (Clinchen, Taumelclinchen, Stanznieten)
  • Biegeschlaffe Teile (selbstklebende Profildichtungen, Schnurdichtungen, O-Ringe etc.)
  • Biegen von Kupferflachdrahtpaketen für Spulen von Kernspintomographen

Vollautomatische Applikation von selbstklebenden Türdichtungen mit Roboter

#

 

Roboterwerkzeug zum Fügen biegeschlaffer Dichtungsprofile

Gemeinsam mit 3M hat das Fraunhofer IPA in den Jahren 2005 bis 2008 ein sensorgeregeltes Labor-Roboterwerkzeug zum Fügen selbstklebender, »von der Rolle« bereitgestellter Dichtungsprofile im Türausschnitt und an Türen von PKWs entwickelt.

 

Design for Assembly (DfA) am Beispiel eines Elektromotors

Um die Montageprozesse der Firma FERTIG Motors GmbH wirtschaftlicher zu gestalten, setzten die Experten des Fraunhofer IPA ihre Automatisierungs-Potenzialanalyse ein. Durch die so ermittelten Handlungsempfehlungen kann die Firma den Montageprozess effizienter gestalten und Zeit und Kosten sparen.