Neutralität und Fachexpertise für die Praxis
Die Studienautoren des Fraunhofer IPA positionieren sich hier eindeutig gegen den Trend der »Commodity-AI«, also leicht verfügbare, hochgradig standardisierte Algorithmen. Während Standard-Software versucht, jedes Problem mit dem gleichen Schema zu lösen, integriert der Ansatz des Fraunhofer IPA spezifisches Wissen aus dem jeweiligen Unternehmen, wie etwa Schichtpläne oder die Produktionslogik, direkt in die Modellarchitektur.
Für Industrieunternehmen und Plattformanbieter bedeutet das: »Der Schlüssel zu präzisen Prognosen liegt nicht im blinden Vertrauen auf einen Super-Algorithmus, sondern in der neutralen Auswahl und sauberen Vorbereitung der Daten«, erklärt Baur. Er und die anderen Studienautoren vom Fraunhofer IPA nutzen diese Erkenntnisse, um Unternehmen technologieoffen zu unterstützen. Neben der reinen Modellevaluierung liegt ihr Fokus dabei auf der Entwicklung individueller Lösungen, die externe Faktoren wie Wetter, Feiertage und Produktionsdaten standardisiert integrieren, um die Lücke zwischen theoretischer Machbarkeit und realer Kosteneinsparung zu schließen.