Agile Geschäftsmodelltransformation bei der Firma EOS Electro Optical Systems

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Der industrielle 3D-Druck ist ein Schlüsselelement der Fabrik der Zukunft

In Kürze

Die EOS GmbH bietet ihren Kunden fortschrittliche Systeme für den industriellen 3D-Druck. Auch in der eigenen Produktentwicklung treibt sie das Thema Digitalisierung kontinuierlich voran. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA entwickelte EOS ein neues datengetriebenes Geschäftsmodell, mit dessen Hilfe ein zusätzlicher Mehrwert für den Kunden generiert werden kann.

Im Detail

Die Fertigung mittels 3D-Druck hält weiter Einzug in die Produktion. Neue technologische Anforderungen bei Wartung, Logistik und Materialbeschaffung sind oft eine Herausforderung für die Anwender. Hierbei unterstützt EOS seine Kunden bereits heute. In Zukunft sollen 3D-Druckzellen, Fertigungsanlagen, digitale Dienstleistungen und Kunden stark miteinander vernetzt werden. Hierdurch ist es für EOS möglich, den Kundenservice weiter zu verbessern. Das digitale Geschäftsmodell hat EOS in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA entwickelt. Folgende Aspekte spielten hierbei eine entscheidende Rolle:

  • Stärkere Einbindung der Partnerunternehmen aus dem EOS-Ökosystem 
  • Zielorientierte Zusammenführung von bestehenden EOS-Kompetenzen
  • Weiterentwicklung des reinen Transaktionsgeschäfts zu leistungsbasierten Ertragsmodellen
  • Gemeinsames Verständnis und Veränderungswillen der Mitarbeiter über die Unternehmensebenen hinweg
  • Visionäres Denken der Entscheidungsträger

Die neue ganzheitliche Lösung für die additive Fertigung und das darauf basierende datengetriebene Geschäftsmodell ermöglichen es EOS, ein neues Wertversprechen an die Kunden zu bringen und sorgen für nachhaltiges Wachstum. Die Umsetzung des neuen Geschäftsmodells erforderte eine Anpassung der bestehenden Organisationsstruktur. Die mit dem Fraunhofer IPA entwickelte hybride Organisationsstruktur ermöglicht es, weiterhin Effizienzvorteile aus den standardisierten Organisationsprozessen zu schöpfen und gleichzeitig Innovationen mit der nötigen Agilität und Dynamik voranzutreiben.

Für das gesamte Projekt wählten EOS und Fraunhofer IPA ein iteratives Vorgehen in kleinen Schritten, ausgehend von einem Minimum Viable Product (MVP). Dieses Vorgehen ermöglicht es EOS mit reduziertem finanziellen Risiko und gesteuert durch kontinuierliche Reflexion, der Vision näher zu kommen. Die Projektabwicklung lief in fünf Phasen ab:

  • Phase 1: Analyse und Erweiterung der bestehenden Geschäftsmodellvision 
  • Phase 2: Definition und Detaillierung des Kerngeschäftsmodells im Sinne eines MVP
  • Phase 3: Analyse der laufenden Organisationsentwicklungsprojekte und Erstellung einer Roadmap
  • Phase 4: Entwicklung der Organisationsstruktur für die Implementierung und den Betrieb des MVP 
  • Phase 5: Methodische Begleitung der Implementierung

 

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EOS Produktionsstandort in Maisach.

Einblicke ins Projekt

Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA ist es uns gelungen den Grundstein für ein datengetriebenes Geschäftsmodell zu legen, welches EOS als einen Anbieter für hochintegrierte Lösungen im Bereich Additive Manufacturing auf dem globalen Markt positionieren wird.

Güngör Kara, Chief Digital Officer

EOS's new integrated additive manufacturing solution delivers significantly better customer advantage than by selling an individual equipment.

Trevor Kirsten, Head of Digital Manufacturing