Mit System zur Industrie 4.0-Strategie bei der GEA Bock GmbH

© GEA Bock GmbH

In Kürze

Die GEA Group treibt die Digitalisierung ihrer Wertschöpfung konsequent voran. Am Frickenhausener Standort der GEA Bock Gmbh entsteht ein Industrie 4.0-Leitwerk für die Kompressorenfertigung. Um die Digitalisierung nicht dem Zufall zu überlassen, entwickelte GEA Bock zusammen mit dem Fraunhofer IPA einen systematischen und partizipativen Ansatz für den Entwurf einer Industrie 4.0-Strategie.

 

Im Detail

Variantenvielfalt und höchste Qualität kennzeichnen die Kompressorenfertigung am Standort Frickenhausen. Steigende Kundenanforderungen stellen die Produktion vor neue Herausforderungen. Die GEA Bock beschreibt die Vision einer hochflexiblen und gleichzeitig effizienten Produktion auf Basis digitaler Technologien und intelligenter Automatisierungstechnik. Diese Vision wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA systematisch ausgestaltet und in eine umsetzbare Industrie 4.0-Strategie überführt. In der Diskussion mit den Fraunhofer-Experten wurde die ganzheitliche Wirkung der Transformation (Technologie und Organisation in Produktion sowie angrenzenden Bereichen) und die damit verbundene Komplexität der Fragestellungen schnell bewusst. Das Projektteam entschied sich daher für ein systematisches und partizipatives Vorgehen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Folgende Aspekte kennzeichneten den Strategieprozess:

  • Formulierung einer handlungsleitenden Vision und die Ableitung messbarer Ziele als Basis für eine effektive Entscheidungsfindung
  • Gleichzeitige Betrachtung strategischer Ziele und operativer Herausforderungen, um sowohl aktuellen als auch zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden
  • Einbindung verschiedenster interner und externer Fachexperten, um in der Reflexion unterschiedlicher Sichtweisen zu einer möglichst optimalen Lösung zu kommen
  • Verwendung von analytischen Bewertungsverfahren, um die Entscheidungsprozesse mit objektiven Fakten zu hinterlegen und schnell prioritäre Handlungsoptionen zu identifizieren
  • Berücksichtigung von Abhängigkeiten zwischen den digitalen Anwendungsfällen und verbundenen organisationalen Implikationen, um eine ganzheitlich optimale Lösung zu ermöglichen

Die erarbeiteten Ergebnisse wurden in einer Roadmap zusammengeführt und mit begleitenden Change Management-Aktivitäten ergänzt. Eine angepasste Umsetzungsorganisation übernimmt die zukünftige Realisierung der Industrie 4.0-Strategie.

Einblicke ins Projekt#

Das ausgewogene Verhältnis zwischen analytischen und partizipativen Methoden lieferte optimale Ergebnisse innerhalb des knappen Zeitplans.

Bernhard Lambertz, Projektleiter Supply Chain & Production